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Aal (anguilla anguilla)

Der Aal lebt als katadromer, d.h. zum Laichen aus dem Süßwasser ins Meer ziehender Wanderfisch in allen stehenden und fließenden Gewässern, die mit dem Golfstrom, d.h. mit dem Atlantischen Ozean in Verbindung stehen. Das natürliche Vordringen der Glasaale oder frisch pigmentierten Steigaale in unsere Flusssysteme wird an vielen Stellen durch Wehre, Staustufen oder chemische Barrieren unterbunden. Hier kann der Aal häufig nur durch Besatz in ehemals besiedelte Gewässer eingebracht werden.

Männliche Aale bleiben mehr in Küstennähe, während weibliche Tiere so weit wie möglich flussaufwärts bis in kleinste Gewässer vordringen.

Die Männchen werden bis etwa 50 cm und die Weibchen bis maximal 150 cm lang. Der Aal hat sehr kleine, länglich-ovale Schuppen, die tief in eine dicke, schleimige Haut eingebettet sind. Bevor der Aal seine Laichwanderung im Spätherbst nach 6 bis 15 Jahren im Süßwasser antritt, wandelt er sich vom Gelbaal zum Blankaal. Dieser besitzt vergrößerte Augen und stellt seine Nahrungsaufnahme ein. Viele Einzelheiten im Zusammenhang mit dem Laichverhalten der Aale sind bis heute ungeklärt

Der europäische Aal laicht in der Sargasso-See im Westatlantik. Pro kg Lebendgewicht des Muttertieres werden etwa 500.000 Eier in das Wasser ausgestoßen, die im Golfstrom treibend ihre weiteren Entwicklungsprozesse durchlaufen. Nach dem Ablaichen sterben die Aale. Vom Ausstoßen der Eier bis zum Eintreffen der Larven an unseren Küsten vergehen 2,5 bis 3 Jahre.

 

Erkennungsmerkmale: Schlangenähnlicher Körper, schleimige Haut.
Mindestmaß: 35 cm
Schonzeit: keine
 
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