![]() Durch Züchtung entstanden breit- und hochrückige Zuchtformen, die hinsichtlich der Beschuppung in 4 Formen unterschieden werden: 1. Schuppenkarpfen, mit vollständigem Schuppenkleid und hochrückig; Tagsüber hält sich der Karpfen meist an tiefen geschützten Stellen, unter überhängenden Uferböschungen und Wasserpflanzen auf. Erst bei Beginn der Dämmerung geht er auf Nahrungssuche. Die Nahrung bilden Kleintiere der Ufer- und Bodenzone, wie Würmer, Kleinkrebse, Insektenlarven, kleine Weichtiere. Im Alter jagt er auch Kleinfische und Molche. Nach 3 - 4 Jahren tritt die Geschlechtsreife ein. 200.000 - 300.000 Eier pro kg heftet das Weibchen in der Zeit von Mai bis Juli an Pflanzen. Nach 3 - 8 Tagen schlüpfen die Jungen aus den 1,5 - 2 mm großen Eiern. Ein regelmäßiges natürliches Aufkommen des Schuppenkarpfens ist in unseren Breiten nicht gewährleistet. So fehlen beispielsweise in einigen Jahren die notwendigen Wassertemperaturen von über 20° C zur Laichzeit. Schuppenkarpfen können vorübergehend einen lebensgefährlichen Sauerstoffmangel im Wasser durch Notatmung überleben, indem sie an der Wasseroberfläche Luft aufnehmen. Der Karpfen stellt eine der bedeutendsten Speisefischarten in unseren Breiten dar. Auch in weiten Teilen der Anglerschaft ist er eine wichtige Zielfischart, der vor allem in den Sommermonaten nachgestellt wird.
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