Aufgrund krankheitsbedingter Ausfälle ist die Geschäftsstelle bis auf Weiteres nicht vollständig besetzt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir nicht alle Anfragen wie gewohnt schnell und umfangreich bearbeiten können. Die Ausstellung von Erlaubnisscheinen für die Verbandsgewässer Westensee, Stolper See, Dobersdorfer See und Schaalsee ist zurzeit nicht möglich. Wir bemühen uns sehr darum, möglichst bald wieder unseren vollständigen Service anbieten zu können.

Lachs - Salmo salar

Der Lachs stellt eine der imposantesten Fischarten unserer Region dar und begeistert mit seinen Wanderungen die Menschheit. Als anadrome Fischart wandern Lachse nach mehreren Jahren und tausenden von Kilometern Lebensweg im Meer zurück in ihre Laichgewässer. Einige Hintergründe dieser Laichwanderung des Lachs sind bis heute noch immer nicht vollständig bekannt.

Lachs (Salmo salar)

Gewässerverbau und Verunreinigungen seiner Laichgebiete, saubere Kiesbettstrukturen in kalten Bächen, verhindern vielfach seine Laichbemühungen und haben den Lachs in Europa an den Rand des Aussterbens gebracht.

Der Lachs ist ein schlanker Raubfisch mit einem gestrecktem Leib. Seine Maulspalte reicht in dem relativ kleinen Kopf bis unter die Augen. Bei der Meerforelle hört sie bereits etwas weiter vorne auf. Die Laichzeit liegt zwischen September und Februar, je nach Flusssystem. Zur Laichzeit verfärben sich die Tiere auffällig und dem Männchen wächst am Unterkiefer ein deutlich sichtbarer Laichhaken . Die Tiere sind hervorragende Schwimmer und können Hindernisse bis zu 3 Metern Höhe überwinden.

Das Ablaichen der Lachse erfolgt in stark fließendem, 0,5 - 3 m tiefem Wasser in 2 - 3 m langen, selbst geschlagenen Laichgruben. Einige Elterntiere verenden nach dem Laichen durch Erschöpfung. Die nicht verendeten Laichtiere schwimmen zurück ins Meer, wo sie sich wieder erholen. Sie können nach einem Jahr oder mehreren Jahren erneut eine Laichwanderung antreten. Die etwa 20 mm langen Larven schlüpfen nach 70 - 200 Tagen aus den erbsengroßen Eiern und ernähren sich noch ca. 6 Wochen vom Inhalt des Dottersackes. Je nach Gewässerart verbleiben die Junglachse noch bis zu drei Jahre im Süßwasser.

Die Nahrung der Jungfische, die zu Beginn eine deutliche Kennzeichnung mit Punkten entlang der Seitenlinie aufweisen und die während dieser Phase als "Smolts" bezeichnet werden, besteht hauptsächlich aus Hüpferlingen, Insektenlarven und kleinen Fischen. Bei einer länge von 10 - 19 cm färben sie sich allmählich zum Blanklachs und ziehen flussabwärts. Im Meer ist das Nahrungsangebot groß und reichhaltig an Krebstieren, Sandaalen, Stichlingen und Heringsfischen. Nach bis zu vier Jahren im Salzwasser wandern sie zum Laichen in das Gewässer zurück, in dem sie aufgewachsen sind.

Der Lachs hat mit 60 cm ein hohes Schonmaß und ist als "bunter" Fisch (im Laichkleid) mit fest sitzenden Schuppen zurüchzusetzen. Erst wenn der Fisch silbrig ist und seine Schuppen lose sitzen, können sie entnommen werden.

 

Erkennungsmerkmale: Silbergrund, wenig x-förmige Zeichnung oberhalb der Seitenlinie, Maulspalte kurz, Knochen des Kiemendeckels vorne mit Abstand)
Mindestmaß: 60 cm
Schonzeit: 01.10. - 28.02. (Küste und Meere: gilt nur für Fische im Laichkleid, silbrige Fische mit losen Schuppen sind ausgenommen)

 

Impressum