Rapfen - Aspius aspius (Schied)
Der Körper des Rapfen oder auch Schied hat eine Torpedoform und ist seitlich etwas
zusammengedrückt. Er hat ein großes zahnloses Maul und 2 Reihen Zähne
auf den Schlundknochen. Die Rückenflosse ist spitz ausgezogen. Schuppen
und Augen sind relativ klein. Der Rapfen kann bis zu einer Länge von
100 cm und einem Körpergewicht von 9 kg heranwachsen. Er kommt im
Unterlauf größerer Flüsse, in mit größeren Flüssen in Verbindung
stehenden Seen sowie gelegentlich auch in der Brackwasserzone vor.
Während die Jungfische gesellig leben und sich von Kleintieren ernähren, werden die Rapfen mit zunehmender Größe vom Friedfisch zum Einzelgänger und
Raubfisch. Er ist der einzige karpfenartige Fisch, der sich im
erwachsenen Zustand hauptsächlich von Fischen ernährt.
Die Geschlechtsreife erfolgt im 3. Lebensjahr. Von April bis Juni
stoßen die Weibchen 80.000 - 100.000 Eier im Kies aus. Die Jungen
schlüpfen nach 10 - 17 Tagen. Um Beute zu machen, stößt der Rapfen
klatschend in Friedfischschwärme.
Der Rapfen kommt in Schleswig-Holstein sehr selten vor, hauptsächlich
im EIbeeinzugsgebiet. Sein Schonmaß liegt bei 50 cm. Verzehrt wird er
wegen der vielen spitzen Gräten nur ungern.
Gemäß der FFH-Richtlinie ist der Rapfen eine Art von gemeinschaftlichem
Interesse, für die spezielle Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen
ergriffen werden müssen.
| Auch bekannt als: |
Schied |
| Mindestmaß: |
50 cm |
| Schonzeit: |
keine |
|