Scholle - Pleuronectes platessa (Goldbutt)
Die Scholle oder Goldbutt ist ein Grundfisch, der auf Schlick- und Sandboden, von der
Strandzone bis in Tiefen von 200 m lebt. Der dunkle Rücken ist glatt
und mit kleinen Schuppen bedeckt. Zwischen den Augen bis zum
Kiemendeckelende befinden sich 4 - 7 Knochenhöcker. Die Augenseite ist
graubraun und mit rötlichen Flecken versehen. Sie können bis zu 95 cm
lang werden und haben dann ein Gewicht von etwa 7 kg. Innerhalb ihres
Verbreitungsgebietes tritt die Scholle in zahlreichen Lokalrassen auf,
die charakterisiert sind durch die Zahl der Flossenstrahlen und Wirbel.
So unterscheidet man z.B. zwischen der Nordseescholle und der Ostseescholle.
In den Übergangszonen findet eine Vermischung der Lokalformen statt.
Die Körpergröße und -form hängt wesentlich von den Wachstumsbedingungen
des jeweiligen Standortes ab. Die Schollen aus den futterreichen Belten
besitzen einen breiteren Körper und kleineren Kopf als die Schollen der
Nordsee.
Das Ablaichen findet bei Temperaturen um 6° C statt, und zwar in der
Nordsee in Tiefen in 20 - 40 m Tiefe von Januar bis Juni, in der
westlichen Ostsee in 60 - 90 m Tiefe von November bis Juni. Damit die
Eier noch frei im Wasser schweben können ist ein Salzgehalt von
mindestens 10 -12 0/00 erforderlich. Die Zahl der Eier schwankt, je
nach Größe des Weibchens, zwischen 50.000 - 500.000 Stück. Nach über 1
Monat schlüpfen die 6 mm langen Larven. Die Nahrung der Scholle
besteht aus Würmern, Krebsen und dünnschaligen Muscheln.
Unter Anglern ist die Scholle ein sehr beliebter Fisch, sowohl beim Brandungsangeln als auch beim Kutterangeln. Viele Angler ziehen sie dem Dorsch sogar vor.
| Auch bekannt als: |
Goldbutt |
| Mindestmaß: |
27 cm (Nordsee), 25 cm (Ostsee) |
| Schonzeit: |
01.02. - 30.04. für weibliche Schollen, z. Zt. aufgehoben |
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