Offene Tür am Stolper See |
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| 20.06.2002 | |
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Stolpe. Der Landessportfischerverband Schleswig-Holstein und die Gemeinde Stolpe freuten sich über eine große Resonanz auf den ersten "Tag der offenen Tür" am Stolper See. Unter den vielen Gästen allerdings vermissten die Angler Fischereiministerin Ingrid Franzen (SPD) und Umweltminister Klaus Müller (Bündnis 90/Die Grünen) kamen nicht.
Der Landessportfischerverband Schleswig-Holstein und die Gemeinde Stolpe haben gemeinsam etwas geschaffen, was in Schleswig-Holstein einmalig ist. Darüber freute sich der CDU-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Agrarausschusses des Landtages, Claus Hopp, am Wochenende bei einem "Tag der offenen Tür" am Stolper See. Kommune und LSFV hätten den Stolper See gemeinsam gekauft: 80 Prozent gehören den Anglern, 20 Prozent der Gemeinde. Das Lob des CDU-Politikers half den rund 41.000 schleswig-holsteinischen Anglern offensichtlich über eine große Enttäuschung hinweg. Der LSFV hatte nach Angaben seines Präsidenten, Ernst Labbow aus Plön, zu diesem Tag mit vielen Aktionen zum Natur- und Umweltschutz auch die Fischereiministerin Ingrid Franzen (SPD) und Umweltminister Klaus Müller (Bündnis 90/Die Grünen) eingeladen. "Aus der Verwaltungsebene des Fischereiministeriums wurde am Rande eines Telefonates eine Teilnahme der Ministerin Franzen wohl nicht in Aussicht gestellt", sagte Labbow. Aus dem Umweltministerium Klaus Müllers hingegen sei überhaupt keine Reaktion erfolgt.
Am Stolper See hätten Franzen und Müller die Beschwerde von Claus Hopp hören können, dass die Politik die Angler nicht zum Zuge kommen lasse. Der CDU-Landespolitiker hob lobend hervor, dass der LSFV vieles sehr engagiert für die Natur und Umwelt unternehme. Dabei ließen die Angler auch die junge Generation im Zusammenspiel zwischen Angeln auf der einen Seite sowie Natur- und Umweltschutz auf der anderen Seite nicht aus. Kritik übte Hopp an der "Konkurrenz aus der Luft", die Kormorane. "Zu diesem Thema hätte schon längst etwas passieren müssen", sagte Hopp. Den Verzicht auf die jahrelang gezahlte Kormoran-Entschädigung bezeichnete Hopp als "sehr traurig".
Stolpes Bürgermeister Holger Bajorat sprach von einer "Einmaligkeit" in einer soliden, solventen und freundschaftlichen Partnerschaft zwischen Gemeinde Stolpe und dem Landessportfischerverband. In den vergangenen vier Jahren der gegenseitigen Beziehung habe es "keinen Stress" gegeben. Bajorat lobte die Angler als kompetente Partner in Sachen Natur- und Umweltschutz. Er warb für weitere Standorte für die Angler in der Gemeinde Stolpe. Seinen Antrittsbesuch bei den Anglern machte der neue Präsident des Landesjagdverbandes, Jürgen Hammerschmidt. LSFV-Präsident Ernst Labbow begrüßte am Stolper See darüber hinaus viele Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und befreundeter Verbände - darunter Dieter Czerny von der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord, Horst Peter Schwarten von den Binnenfischern und Teichwirten und Bürgermeister Peter Sönnichsen (Wankendorf).
Bei einem Rundgang über das Gelände erfuhren Gäste und Ehrengäste einiges über die Angelfischerei. Edith und Claus Hinz zeigten das schwierige Werfen auf die Arnbergscheibe, die Anglerjugend das Bleigießen. Während Hartwig Hahn mit "Fischigem" und die Mitglieder des Bornhöveder Angelvereins mit Gegrilltem die Bewirtung der Gäste übernahmen wurden am Stolper See Elektromotoren und neueste Angelboote vorgeführt. In einem Zelt zeigten die beiden Diplombiologen Neukamm und Oberdörfer interessante Einblicke in die aquatische Mikrobiologie. Hartwig Hahn demonstrierte eindrucksvoll das Elektrofischen. Dabei gingen ihm einige ordentliche Aale in den "Strom"-Kescher, während sich im nahegelegenen Stolper Dorfgemeinschaftshaus die Koordinatoren der Fischereischeinlehrgänge aus den Kreisverbänden trafen.
LSFV-Präsident Ernst Labbow zeigt sich mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden. Allerdings hätte er sich eine größere Beteiligung aus den Kreisverbänden gewünscht. Die Stolper Angler und die Bevölkerung um den Stolper See herum seien jedenfalls auf ihre Kosten gekommen.
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