Biologen auf neuen Wegen |
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| 13.08.2003 | |
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KIEL. Bei der Arbeit des Präsidiums des Landessportfischerverbandes Schleswig-Holstein als auch bei den LSFV-Biologen rückt die EU-Wasserrahmenrichtlinie immer mehr in den Mittelpunkt des Geschehens. Wie LSFV-Biologe Siegfried Spratte dem Präsidium auf seiner jüngsten Sitzung mitteilte, besuchten er und sein Kollege Uwe Hartmann bereits vier Arbeitskreise in Sachen EU-Wasserrahmenrichtlinie.
Eingeleitet wurde der Arbeitskreis-Reigen mit einer Tagung des Gremiums für das geografische Informationssystem (GIS). Am Seefischmarkt, dem Kompetenzzentrum für Fischerei, in dem unter anderem auch die LSFV-Fischereibiologen sitzen, ist diese moderne Arbeitsoberfläche eingezogen. Den beiden LSFV-Mitarbeitern wurden vom Landesamt für Natur- und Umweltschutz zwei Lizenzen dieses umfangreichen Programmpaketes kostenneutral zur Verfügung gestellt. Als Gegenleistung sollen sie die von ihnen ermittelten Informationen zur Fischfauna mit landesweiter Bedeutendung aktuell und zeitgemäß in die LANU-Datenbank einbinden. Jetzt müssen die beiden LSFV-Fachleute allerdings erst auf dieses Programm geschult werden.
In einer Sitzung des Arbeitskreises Fischdatenbank, so Siegfried Spratte, ging es um die Anforderungen an eine zentrale Datenbank für Fische. Es sei ein sehr großer Komplex mit derzeit noch vielen Datenproblemen. Außerdem sei die Arbeit nicht nur sehr zeit- sondern auch noch sehr arbeitsintensiv und bräuchte zudem noch einen zentralen Ansprechpartner.
Eine Expertenrunde traf sich nach den Worten von Siegfried Spratte zu einem Arbeitskreis Fischregionen in Fließgewässern. Für Schleswig-Holstein müssten neue Leitfischarten definiert werden. Bisher seien folgende Regionen vorgeschlagen worden: Forellen-, Schnäpel-, Gründling-, Brassen- und Kaulbarsch-Flunder-Region. Das Thema sei aber noch nicht abschließend bearbeitet und bedürfe noch einer Abstimmung in den Regionen der norddeutschen Tiefebene.
In einem Arbeitskreis Großseen sei ein einheitliches Bewertungssystem für Großseen in Schleswig-Holstein erarbeitet worden. Darin sei das aktuelle Arteninventar der Seen aufgelistet und die natürliche Reproduktion definiert worden. |
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