Küstenklatschwelle im Januar

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14.01.2003
Der Fischereibiologe Thorolf Böttger wird in diesem Jahr vier Termine in Schleswig-Holstein anbieten. Wie LSFV-Präsident Ernst Labbow sagte, sollen Angelvereine und Kreisverbände in den vier Regionalkonferenzen über die neueste Entwicklung der Hegepläne informiert werden. Die Gespräche beginnen nach der LSFV-Jahreshauptversammlung im April. Die Termine werden z.Zt. mit möglichen Lokalitäten abgestimmt.

Der LSFV muss in diesem Jahr kräftig sparen. Als einer der ersten Aktionen wird daher die Verbandszeitschrift "Jäger & Fischer" etwas umstrukturiert. Die Vereinsnachrichten der Angelvereine und Kreisverbände werden künftig jedem Heft als sogenannter Mittelhefter in einfarbiger Druckweise beigefügt und nur den über 5000 Abonnenten aus der Anglerschaft zugestellt. Diese Maßnahme erbringt Einsparungen von etwa 50 Prozent. Die Attraktivität des Heftes wird allerdings nur unwesentlich verringert, ist sich das Präsidium sicher. Wie LSFV-Präsident Ernst Labbow weiter mitteilte, wird ab Ende März die ehrenamtliche Fischereiaufsicht an der Küste vom Amt für ländliche Räume eingesetzt. Außerdem ist vom zuständigen Ministerium geplant, aus der Fischereiabgabe gemeinsam mit dem Mitgliedern des Dachverbandes ein Buch über die "historische Fischerei" herauszugeben.

Vizepräsident Carl-Martin Nicolaysen berichtete über die Tagung der Sportwarte mit beachtlichen 25 Teilnehmern. Davon hätten fünf neue Sportwarte ihre Prüfung abgelegt und vier ihre Lizenz verlängert. Das Mindestmaß des Dorsches ist von der EU für Berufsfischer auf 38 Zentimeter angehoben worden. Dieses Gesetz gelte allerdings nicht für die Angelfischer. Der LSFV zeigt sich jedoch mit den Berufsfischern solidarisch und empfiehlt seinen Mitgliedern, ebenfalls die 38 Zentimeter als Mindestmaß für Dorsche einzuhalten.

Vizepräsident Sven Bastian plant die Erweiterung des Lehrbuches für die Fischereischeinprüfung und legte erste Ausarbeitungen vor. Vizepräsident Boie Lorenz formulierte die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) für den LSFV: Dabei gehe es um die Schaffung von einem "guten ökologischen Zustand der Gewässer", die Sicherung der nachhaltigen Fischerei, eine grundsätzliche Zusammenarbeit mit den Landwirten, ein umfassender Einsatz der Angler für Uferrandstreifenprogramme - hauptsächlich in Form von Nährstoffentzugsbereichen, gute geografische Inkenntnissetzung der Vertreter der Fischerei sowie die Einbeziehung der örtlichen Angelvereine. Es müsse aber auch einen Ansprechpartner beim LSFV geben und über die Kostenerstattung geredet werden. In dieser Angelegenheit sei über den Dachverband bereits ein Antrag an den Fischereiabgabeausschuss gestellt worden. In der Frage der so wichtigen Finanzierung der EU-WRRL müsse auch über eine mögliche Regulierung in Form einer einmaligen Vereinsumlage nachgedacht werden. Boie Lorenz sprach sich aber auch dafür aus, in den Bearbeitungsgebieten mit den Naturschutzverbänden zusammen zu arbeiten. Probleme tatsächlicher Art bestünden, weil die Angler aus dem ehrenamtlichen Bereich kommen und tagsüber ihrer Arbeit nachgingen, die Sitzungen der Arbeitsgruppen jedoch überwiegend gerade zu dieser Zeit stattfänden.

Um die LSFV-Finanzen ging es im Vortrag von Vizepräsident Gerd Schümann. Der Verband werde in diesem Jahr seinen Gürtel erheblich enger schnallen müssen. Dabei soll so ziemlich alles auf den Prüfstand gestellt werden - von dem Bezug von Zeitschriften und Büromaterial bis hin zur Selbstbeschränkung des LSFV-Präsidiums. Die von der Jahreshauptversammlung 2002 in Lütjenburg beschlossene Beitragserhöhung wird erst im nächsten Jahr (2004) wirksam. Da aber zahlreiche, früher vom LV nicht bearbeitete Aufgabengebiete betreut werden müssten, die haupt- und ehrenamtliche Arbeitszeit und damit Kosten verursachten, entstünden finanzielle Lücken, die dicht an die Liquiditätsgrenze des Verbandes heranreichten. Deshalb sei in diesem Jahr wirtschaftlich ausgesprochen vorsichtig zu agieren.

Landesjugendgruppenleiter Dieter Hawi gab bekannt, dass Schleswig-Holsteins Anglerjugend für ein Natur- und Umweltzentrum Hohn keine Aussicht auf Realisierung mehr erkenne und sich nach Alternativen umsehe. Demnächst würde die Anglerjugend auf der LSFV-Internetseite einen neuen Bereich anbieten. Dieter Hawi sprach aber auch von personellen Veränderungen im Vorstand.

Die LSFV-Jahreshauptversammlung findet am Sonntag, dem 13. April, in Oldenburg (Kreis Ostholstein) statt. Im Mittelpunkt werden die Neuwahlen stehen. Vor der Jahreshauptversammlung findet am Freitag, dem 14. März, um 19.30 Uhr wieder eine Podiumsdiskussion des LSFV in Neumünster statt. Dabei wird es wieder um aktuelle Themen und mögliche Probleme im LSFV gehen. Näheres bekommen die Kreisvorsitzenden und Vorsitzenden der Angelvereine demnächst per Post. Noch ein Terminhinweis: Am Sonntag, dem 23. Februar 2003, findet im Conventgarten in Rendsburg wieder ein LSFV-Preisskat statt. Alle Interessierten sind willkommen. Unbedingt erforderliche Anmeldungen werden in der LSFV-Geschäftsstelle (Telefon 0431/676818) entgegen genommen.
 
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