Sabine Schwarten neue 2. Vorsitzenden der Binnenfischer und Teichwirte

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20.03.2003
Rathjensdorf - Die Eutiner Fischwirtschaftsmeisterin Sabine Schwarten ist neue zweite Vorsitzende des Verbandes der Binnenfischer und Teichwirte in Schleswig-Holstein. Sie löste den Fischwirtschaftsmeister Gunnar Reese ab, der bereits im vergangenen Jahr von seinem Posten zurücktrat.

Seinen Rücktritt hatte Gunnar Reese bereits am 31. Juli des vergangenen Jahres formuliert. Es gab offenbar zwischen ihm und dem Vorsitzenden, Horst-Peter Schwarten, Differenzen. Es soll dabei um ein Informationsdefizit von Gunnar Reese als Vertreter Schwartens gegangen sein. Das Problem ist auch im nicht öffentlichen Teil der Versammlung 'hochgekocht'. Ein Austritt Reeses aus dem Verband sei dabei abgewendet worden.

Horst-Peter Schwarten sprach von einer 'bescheidenen Situation' mit viel Frust und einer großen Unzufriedenheit in der Binnen- und Teichfischerei im Lande. Die Politik müsse ein Überleben der Fischerei ermöglichen. Aber die Politik lasse die Binnenfischer und Teichwirte gar nicht an sich heran. Schwarten: 'Die Binnenfischerei ist Landessache, aber an Ministerpräsidentin Simonis kommen wir nicht heran.' Er beklagte auch ständig wechselnde Zuständigkeiten. 'Das ist wie in einem Verschiebebahnhof - an jeder Weiche steht ein neuer Schaffner.'

Ein Gespräch mit Umweltminister Klaus Müller (Bündnis 90/Die Grünen) sei enttäuschend gewesen. Schwarten: 'Klaus Müller war nur schlecht oder gar nicht informiert.' So habe es von bisher geführten Gesprächen mit der Politik nie Protokolle gegeben. Schwarten: 'Ohne Dokumentation müssen wir wohl wieder ganz von vorn anfangen.'

Der fischereipolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Klaus Klinckhamer, versprach, dass eine CDU-Mehrheit im Landtag die Auflösung des Landwirtschaftsministeriums wieder rückgängig machen werde. Auch Klinckhamer sah durch die Kormoran-Population erhebliche Wettbewerbsnachteile für die Fischer in Schleswig-Holstein - ein zentrales Probleme, das möglichst schnell gelöst werden müsse.

'Zur Beseitigung des Kormoranproblems muss gemeinsam nach einer vernünftigen Lösung gesucht werden', empfahl Herlich Marie Todsen-Resse, umweltpolitische Sprecherin der CDU-Landtagfraktion. Dabei müsse der Fachverstand der Fischer abgefordert werden. Es gehe darum, vernünftige Kormoranbestände einzuregulieren und den Vogel nicht auszurotten. 'Viele Naturschützer wollen unsere Probleme nicht sehen', sagte Sabine Schwarten. Sie nannte das Beispiel Gänse auf dem Großen Eutiner See. Kot-Einträge ins Wasser und Schilffras wirkten sich ruinös aus. Der wichtige Schilfgürtel könne das Wasser nicht mehr säubern und auch Fische könnten nicht mehr vor den Kormoranen in das Schilf fliehen.
 
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