Verbandfusion ja, aber nicht hier?

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18.02.2010
In Deutschland geht es gut voran mit dem Zusammenschluß - in Schleswig-Holstein nicht.

Nach einem Pressebericht hat sich der LAV-Präsident Stockfleth am Montag dagegen ausgesprochen, schon jetzt ein konkretes Datum für den Zusammenschluss zu benennen. Der VDSF habe sich diesbezüglich unter Druck gesetzt und 2011 als Fusionsjahr ins Auge gefasst. Der Deutsche Anglerverband unterschreibe das noch nicht. Beabsichtigt sei lediglich ein Zusammenschluss auf Bundesebene. Die Selbstständigkeit der Landesverbände beider Vereine soll nicht berührt werden.

Herr Stockfleth verkennt dabei, daß der Vorschlag, die Vereinigung bis 2011 zu vollziehen, vom DAV - LV Berlin kam und ausnahmslos alle anwesenden Präsidenten bzw. deren Bevollmächtigte aus DAV und VDSF haben dies einstimmig beschlossen. Das waren die Vertreter von etwa 90% der deutschen organisierten Anglerschaft.

Der LSFV muß daher auf diesen unverständlichen Bremsversuch reagieren und hat folgende Erklärung veröffentlicht:
 
Pressemitteilung:

Angler im Land sollten an einem Strang ziehen

Kiel/Uetersen. Mit Unverständnis hat der Landessportfischerverband Schleswig-Holstein (LSFV) im Verband Deutscher Sportfischer (VDSF) auf die jüngsten Aussagen des Präsidenten des Landesanglerverbandes Schleswig-Holstein im Deutschen Anglerverband (DAV), Siegfried Stockfleth, reagiert. „Es geht dabei um den seit 20 Jahren nach der Wende längst überfälligen und von uns befürworteten Zusammenschluss der beiden Bundesverbände", sagte LSFV-Präsident Peter Heldt am Donnerstag in Kiel.

Zur Vorgeschichte: Stockfleth hatte in den Uetersener Nachrichten (Ausgabe 15. Februar) gesagt, dass ein Zusammenschluss von VDSF und DAV die Selbständigkeit der beiden schleswig-holsteinischen Landesverbände nicht berühren werde. Der VDSF habe sich mit dem 2011 angepeilten Zusammenschluss zeitlich selbst unter Druck gesetzt. Der Deutsche Anglerverband unterschreibe das noch nicht.

„Der Zusammenschluss des VDSF und des DAV steht kurz vor dem Abschluss", freute sich hingegen LSFV-Präsident Peter Heldt. In wesentlichen Themen hätten die jeweiligen Vertreter beider Verbände Einigkeit erreicht, und sich einen angemessenen Zeitrahmen gegeben. Der erscheine weder übereilt, noch führe er zu einem weiteren Zeitverlust. Heldt ist optimistisch: „So können bald eine Million Angler ihre Interessen in Deutschland gemeinsam durchsetzen."
 
Peter Heldt weist darauf hin, dass sich der LSFV Schleswig-Holstein schon seit Jahren dem Landesanglerverband Schleswig-Holstein sehr kompromissbereit zeigt. Ein „unverständliches Stehenbleiben auf halber Strecke" würden die 39.000 im LSFV Schleswig-Holstein organisierten Angler nicht akzeptieren, sagte der Präsident. Im Gegenteil: Die gemeinsame Interessenvertretung der Angler müsse gerade auf Landesebene stattfinden, zumal das Fischereirecht in der Landeszuständigkeit liege.
 
„Wenn sich die vor Jahren noch thematisch wahrlich weit auseinander liegenden Bundesverbände vereinigen, dann wäre die Existenz von zwei Landesverbänden in Schleswig-Holstein in dem neuen, gemeinsamen Bundesverband widersinnig und peinlich zugleich", sagte LSFV-Präsident Peter Heldt. Der Landessportfischerverband Schleswig-Holstein sei weiterhin gesprächsbereit, um die Angler der beiden Verbände auch in Schleswig-Holstein zu vereinen.
 
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