Wegen krankheitsbedingten Personalausfalls und vieler auswärtiger Termine für die weiteren Mitarbeiter ist die Geschäftsstelle nicht immer zu den üblichen Zeiten besetzt.

Neuigkeiten 2009

Archivierte Neuigkeiten des Jahres 2009

Kieler Nachrichten vom 5.11.2009, S. 7:

"Der Aal steht unmittelbar vor dem Aussterben und muß nach einer Empfehlung des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) maximal geschützt werden. Dies teilte die Umweltschutzorganisation WWF mit und forderte als Konsequenz die Schließung der Aal-Fischerei auch für Hobby-Angler. Selbst nach einem sofortigen Fangstopp werde es 100 Jahre dauern, ehe sich die Aalbestände wieder erholen."

Erneut liegt eine beeindruckender Fall von Wichtigtuerei und blankem Populismus vor. Statt sich mit den vielfältigen Ursachen für Bestandsrückgänge beim Aal auseinanderzusetzen wird schlicht ein Fischereiverbot für Hobby-Angler gefordert. Kein Wort fällt zum speziellen Fall der Glasaalfischerei, zum massenhaften Aal-Tod in den Turbinen der so unglaublich tollen Wasserkraftwerke (von wegen "grüner Strom", blutrot ist er), zur Unfähigkeit zur Laichwanderung wegen Schwächung durch Schadstoffe, zu den Umwelt- und Nahrungsbedingungen im Laichgebiet Sargasso-See, zum Kormoran,...

Konstruktiv ist der WWF jedenfalls noch nicht als Schützer von heimischen Fischbeständen aufgefallen.

Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern haben den Kormoran zum „Vogel des Jahres 2010" gewählt. Die beiden Verbände wollen sich damit „offensiv für den Schutz des Kormorans einsetzen, der nach seiner Rückkehr an deutsche Seen, Flüsse und Küsten wieder zu tausenden geschossen und vertrieben werde".

Beide Verbände vertreten die Auffassung, daß die jahrzehntelange Abwesenheit des Kormorans (Phalacrocorax carbo) aus Deutschland das Ergebnis intensiver Verfolgung durch Fischer und Angler sei und erst nach konsequentem Schutz durch die EG-Vogelschutzrichtlinie lebten in Deutschland heute wieder rund 24.000 Brutpaare, davon mehr als die Hälfte in großen Kolonien nahe der Küste. Die Rückkehr des Kormorans sei ein Erfolg für den Vogelschutz.

Bedenken wegen massiver wirtschaftlicher Schäden und der Bedrohung von Fischarten, die ihrerseits ebenfalls artenschutzrechtlich geschützt sind, werden nicht zugelassen.

Angebote und Nachfragen zu Gewässern bitte melden

Immer wieder richten Vereine die Frage an uns, ob wir Kenntnis haben über zur Nutzung angebotene Gewässer. Gleiches gilt für Grundstückseigentümer, die ihre Gewässer verkaufen oder verpachten wollen.

Wir bitten alle Anglerinnen und Angler, hierzu die Geschäftsstelle des LSFV noch mehr als Informationszentrale anzusehen und derartige Angaben schnell an uns zu melden. Wir können dann möglicherweise zwischen Anbieter und Nachfragendem vermitteln bzw. beide zueinander führen.

Am 5. Oktober erreichte uns vom Bundesfinanzministerium die Mitteilung, daß die Frist zur Änderung von Vereinssatzungen wegen Aufnahme der sogenannten Ehrenamtspauschale über den 31.12.2009 hinaus um ein Jahr verlängert wurde. Der LSFV hat daher mit Schreiben vom 9. Oktober die für Mitte November vorgesehene außerordentliche Hauptversammlung abgesagt.

Zu der evt. Erforderlichkeit einer Satzungsänderung aus steuerrechtlichen Gründen noch in diesem Jahr hatten wir alle Vereine gerade angeschrieben, weil Vereine pflichtwidrig handeln, wenn sie ohne ausdrückliche Erlaubnis in der Satzung pauschale Aufwandsentschädigungen oder sonstige Vergütungen an Mitglieder des Vorstands zahlen. Sie verstoßen damit gegen das Gebot der Selbstlosigkeit und können nicht als gemeinnützig behandelt werden.

Der Änderungsbedarf besteht bei Vorliegen der Voraussetzungen weiterhin, nur eben nicht mehr die kurze Frist bis Jahresende. Damit haben die Vereine die Möglichkeit, ihre reguläre ordentliche Hauptversammlung im Frühjahr für eine Satzungsanpassung zu nutzen.

Ein interessanter Bericht über die Ausbreitung der Schwarmundgrundel: www3.ndr.de/sendungen/s-h_magazin/videos/shmag3204.html
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