Unter "Jugendtermine" und "Verbandstermine" stehen Einladungen zu Jugendveranstaltungen als Dateien zur Verfügung.

Im Rahmen des vom IfM-GEOMAR Kiel und dem Schleswig-Hosteinischen LLUR durchgeführten Forschungsprojektes „Charakterisierung der Ökologie und Genetik des Nordseeschnäpels (Coregonus oxyrinchus) im Eider-Treene Gebiet“ wurden 2009/2010 80 Schnäpel, die zum Laichen in die Treene gewandert waren, mit Markierungen (sogenannte „T-bar anchor tags“) versehen. Das Ziel ist es, das Wanderverhaltens des unter Naturschutz stehenden Nordseeschnäpels besser zu verstehen. Soweit bisher bekannt, lebt der Nordseeschnäpel den Großteil des Jahres in der Nordsee. Zum Laichen wandert er dann ab Ende Oktober Flüsse hinauf (in Norddeutschland momentan soweit bekannt nur die Treene und Elbe), bevor er ab Mitte Dezember ins Meer zurückkehrt. Allerdings wurden diesen Sommer markierte Fische in der Eider gefangen, was zeigt, dass nicht alle Fische in die Nordsee zurückkehren. Informationen zu den Schnäpelwanderungen sind also unvollständig.

Die verwendeten Markierungen bestehen aus einem ca. 4 cm langen neongelben Zylinder mit 1 mm Durchmesser, der mittels eines 2 cm langen Nylonfadens im Fisch verankert ist (siehe Fotos). Die markierten Schnäpel tragen diese Tags auf der linken Körperseite direkt unterhalb der Rückenflosse. Alle Markierungen tragen die Aufschrift „IFM-GEOMAR Kiel, Prof. Hanel, Phone +49 431 6004554 sowie einen Nummerncode, der es erlaubt, jeden Fisch einwandfrei wieder zu erkennen – und somit Aufschluss über die Wanderbewegungen, aber auch das Wachstum seit dem Zeitpunkt der Markierung gibt.

Der Nordseeschnäpel steht unter Schutz, und gezieltes Angeln dieses Fisches ist deswegen verboten. Sollten Sie allerdings zufällig Schnäpel fangen, so können Sie zum Verständnis der Biologie des Schnäpels beitragen: jeder gefangene Schnäpel sollte auf das Vorhandensein der oben beschriebenen Markierung inspiziert werden (die gelbe Farbe kann mit der Zeit verblassen, deswegen lohnt sich ein genauer Blick). Ist dies der Fall, sollte die Zahlenkombination auf der Markierung notiert werden, und wenn möglich, die Länge des Tieres gemessen werden. Der Fisch sollte anschließend schonend ins Gewässer zurückgesetzt werden. Für den Fall, dass Fische nicht lebend zurückgesetzt werden können, sollten diese dem Gewässer entnommen werden und aufbewahrt werden, damit sie wissenschaftlich untersucht werden können. Nach Abschluss der Untersuchungen können die Fische zum privaten Gebrauch verwertet werden. Zufällig gefangene, nicht markierte Nordseeschnäpel sollten unverzüglich zurück ins Gewässer gesetzt werden. Die Informationen bezüglich Markierung und Länge (bzw. die Meldung, dass ein Nordseeschnäpel eingefroren wurde) nimmt Dr. Jan Dierking am IfM-GEOMAR entgegen, der folgendermaßen zu erreichen ist:

Dr. Jan Dierking, IfM-Geomar Kiel; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ; Tel. 0431 600 4560 (oder alternativ, die auf der Markierung angegebene Nummer 0431 600 4554)

Auch bei Fang von nichtmarkierten Nordseeschnäpeln sind wir sehr über einen Anruf oder eine E-Mail mit Informationen zum Fang interessiert. Für jede gefundene Markierung wird eine Belohnung von €10 gezahlt. Vielen Dank für die Unterstützung bei diesem wissenschaftlichen Projekt, das dabei hilft, den Nordseeschnäpel in unseren Gewässern wieder dauerhaft zu etablieren.

Für den Fang von markierten Schnäpeln hat die Obere Fischereibehörde des Landes Schleswig-Holstein folgende Genehmigung erteilt:

Diese Genehmigung gilt nur für den Fang markierter Fische der Fischart Nordseeschnäpel (im Sinne von § 2 Abs. 1 Nr. 11 der BIFO und Anhang IV der FFH-Richtlinie [RL 92/43/EWG des Rates] - Coregonus oxyrhynchus [anadrome Populationen in bestimmten Gebieten der Nordsee]) für Fließgewässer der Flussgebietseinheiten Elbe und Eider im Rahmen Ihrer jeweiligen Fischereiausübungsberechtigung. Die Genehmigung berechtigt nicht zum gezielten Fischfang auf Nordseeschnäpel, z. B. mit besonderen Ködern oder Methoden. Sie bezieht sich ausschließlich auf Zufallsfänge markierter Fische, die im Rahmen der ortsüblichen Angelfischerei getätigt werden.

Fotos: Drei Fotos vom Aussetzen der markierten Schnäpel (Fotos: Martin Purps), ein Detailfoto einer Markierung (Foto: Jan Dierking).

Aussetzen markierter Schnaepel (Foto Martin Purps).jpg

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Aussetzen markierter Schnaepel 3 (Foto Martin Purps).jpg

Detailfoto Markierung (Foto Dierking).jpg

Weitere Informationen zum Programm zur Wiedereinbuergerung des Schnaepels:

www.fischschutz.de/Schnaepel/Wiedereinbuergerung-des-Schnaepels.html

www.jaeger-kleinicke.de/wiedereinbuergerung.html

www.kav-nf.de/index.php?option=com_content&view=article&id=53&Itemid=61

Informationen zu den verwendeten Markierungen:

www.hallprint.com/T-bar_tags.html

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