Unter "Jugendtermine" und "Verbandstermine" stehen Einladungen zu Jugendveranstaltungen als Dateien zur Verfügung.

Der Laichfischfang auf Lachs, Bach- und Meerforellen hat am 19. Oktober an der Stör begonnen. Die Bootsbesatzung bestand aus „Lachsvater“ Hartwig Hahn, LSFV-Präsident Peter Heldt und LSFV-Fischereibiologe Martin Purps.

Bei herrlichem Herbstwetter konnte diese Mannschaft, von mehreren Helfern am Ufer und diversen Troßfahrzeugen begleitet, die Stör vom Zufluss der Schwale bis nach Arpsdorf mit einem Elektrofischfanggerät befischen. Trotz diverser technischer Probleme, die fast zum Abbruch geführt hätten, holten die Artenschützer zwischen 9:00 und 17:00 Uhr insgesamt 14 Meerforellen und 3 Lachse in die Vorratsbehälter, um sie ins LSFV-Bruthaus zu bringen.

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Dort werden Sie vermessen, abgestreift und deren Laichprodukte über mehrere Monate künstlich erbrütet. Die Elterntiere werden in die Stör zurückgesetzt. Da ihr Vermehrungsgeschäft schonend erfolgt, werden viele von ihnen das Meer erreichen und im kommenden Herbst erneut in das Laichhabitat einschwimmen. Die ohne wesentliche Verluste aufgezogenen Brütlinge werden im Frühjahr im Gewässersystem der Stör verteilt, um dann nach ein bzw. zwei Jahren Jugendphase das Meer zum Abwachsen aufzusuchen.

Diese Tätigkeiten bedeuten viel Arbeit für die ehrenamtlichen Helfer der ARGE Stör, bei denen sich der Präsident auch auf diesem Wege ganz herzlich bedankt. Sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil im Salmonidenbereich, um einen nachhaltig nutzbaren Fischbestand zu sichern. Die natürliche Reproduktion gelingt in den teilweise optisch bereits gut anzuschauenden Gewässern noch in zu geringem Maße, erläutert Hartwig Hahn. Hierfür sind zahlreiche negative Einflüsse verantwortlich, vor allem die chemischen Gewässerbelastungen sowie die zu hohen Sedimentfrachten, die die Laichbetten immer wieder zuschwemmen. Bis die benötigten Gewässerverhältnisse in ausreichendem Maße funktionieren müssen die Angler den gefährdeten Wanderfischen unter die Arme greifen. So sorgen die Petrijünger landesweit für den Fortbestand der gefährdeten Fische. Hierbei arbeiten sie intensiv mit den Profis vom Verband der Binnenfischer und Teichwirte zusammen, egal ob im Treene-, Trave- oder Störsystem.

Peter Heldt ist dankbar und stolz darauf, dass in diesem Bereich umfangreiche Mittel der Fischereiabgabe sinnvoll mit den Aktivitäten zahlreicher Anglerinnen und Angler verknüpft werden, ohne deren ehrenamtlichen Einsatz diese Artenschutzprojekte wesentlich teurer ausfallen würden. Dies sei ein hervorragendes Beispiel dafür, was man erreichen könne, wenn viele Strukturen gemeinsam am selben Strang ziehen würden, so der Präsident.

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Abschließend sei vermerkt, dass mehrere Helfer um Hartwig Hahn auch noch am Samstag und Sonntag weitergefischt haben. Sie fingen in diesen drei Tagen insgesamt 55 Meerforellen, davon 30 Männchen und 25 Weibchen. 23 Lachse, davon 14 Männchen bis 91 cm und 9 Weibchen bis 81 cm. In der Bruthaushälterung befinden sich aktuell 44 Meerforellen, 18 Lachse und 5 Bachforellen.

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