Unter "Jugendtermine" und "Verbandstermine" stehen Einladungen zu Jugendveranstaltungen als Dateien zur Verfügung.

Neuigkeiten 2012

Neuigkeiten des Jahres 2012 vom LSFV und der Verbandsjugend

k-IMG_2550Am Mittwoch, den 07.03.2012, weihte die Ministerin für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Frau Dr. Juliane Rumpf, den Erweiterungsbau des fischereiabgabeBruthauses vom Landessportfischerverband Schleswig-Holstein in Aukrug-Homfeld offiziell ein. Der mit 22.500,- € aus der Fischereiabgabe des Landes geförderte Umbau wurde notwendig, um die Hälterung der noch nicht ganz laichreifen Wandersalmoniden für wenige Tage/Wochen zu ermöglichen. Der Ausbau verbessert nunmehr auch die hygienischen Verhältnisse durch die Trennung der Elterntiere vom Laichbereich der nächsten Generation. Außerdem können die ehrenamtlich tätigen Helfer zukünftig die Laichproduktgewinnung und künstliche Befruchtung in trockenen und gut beleuchteten Räumlichkeiten ausführen. Somit hilft der insgesamt 23.174,92 € teure Umbau sowohl den Tieren als auch den in ihrem ureigensten Interesse agierenden Menschen.

Den allermeisten interessierten Anglern an unseren Küsten ist sie schon längst aufgefallen: Die Meeräsche. Spätestens ab Mitte Mai sind diese Tiere wieder bei uns vor der Haustür an Nord- und Ostsee direkt vom Ufer aus zu entdecken. Während sie im Wattenmeer schon länger beobachtet wird, werden Meeräschen in der westlichen Ostsee erst seit Beginn des neuen Jahrtausends wohlwollend zur Kenntnis genommen. Ihre Größe, ihr Geschmack und ihre exponierte Lebensweise machen diese Art zu einem anspruchsvollen Zielfisch, jedoch gewinnt die Meeräsche überregional an Bedeutung und erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit. So wird in den gängigen Angelzeitschriften und Internetforen zunehmend über neue Angelplätze und Fangmethoden diskutiert. So beobachtet man nahezu ausnahmslos große Exemplare in kleinen bis mittleren Gruppen in den Förden, in Flachwasserbereichen, an Molen und in Häfen. Wo aber kommen diese Fische plötzlich her, was fressen sie und wohin verschwinden sie – oder bleiben sie doch unerkannt irgendwo in der Ostsee?

„So viele Zander gab es hier noch nie!“ meint Hans Brauer, Berufsfischer in der 5. Generation aus Rade bei Rendsburg. Er selbst befischt den Nord-Ostsee-Kanal sowie den Audorfer See, den Schirnauer See und den Borgstedter See seit mehr als 40 Jahren. Und seine Beobachtung stimmt mit den Ergebnissen der fischbestandskundlichen Untersuchungen überein. Bereits in den letzten beiden Jahren hatte sich der Zander stark vermehrt. Aber dieses Jahr verlief die Reproduktion so außerordentlich gut, dass der Bestand an jungen Zandern eine Rekordgröße angenommen hat. Seit 2007 werden im Rahmen des „EFF-Pilotprojektes zur Förderung des Aalbestandes im Nord-Ostsee-Kanal“ an jährlich fünf Tagen auf der Pachtstrecke von Hans Brauer Schleppnetzbefischungen unter genormten Bedingungen vorgenommen. Dabei werden neben den gefangenen Aalen auch alle anderen Fischarten detailliert erfasst. Diese Daten belegen eindrucksvoll die positive Bestandsentwicklung. Im Zeitraum von 2007 bis 2009 wurden bei den Schleppnetzbefischungen jährlich zwischen 550 und 1.300 Zander gefangen. 2011 waren es 24.183! Damit war der Zander in den Fängen die häufigste Art, noch vor Schwarzmundgrundel und Brasse. Bei den gefangenen Zandern handelte es sich ganz überwiegend um junge Exemplare, die erst im Frühjahr 2011 geschlüpft sind.

Vermutlich war das Leben der Fische in der Elbe bereits seit Beginn der Industrialisierung kein leichtes: Gewässerverschmutzung, Gewässerausbau und intensive Fischerei haben den Fischbeständen über viele Jahrzehnte hart zugesetzt. Und so wie sich die Dinge im Augenblick entwickeln, ist sobald noch kein Ende in Sicht.

Dabei sah es Anfang der Neunzigerjahre des letzten Jahrhunderts für eine ganze Weile so aus, als würden sich die Lebensbedingungen für die Bewohner der Elbe nachhaltig verbessern. Der Umweltschutz wurde generell salonfähig und nach der Wiedervereinigung ging auch im Osten das Ausmaß der Gewässerverunreinigung durch schädliche Einleitungen deutlich zurück.k-20100916_0031

Der VDSF, der DAV, das BfN und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) haben die Neunaugen zum Fisch des Jahres 2012 gewählt.

Neunaugen, deren Entwicklung rund 400 bis 500 Millionen Jahren zurückreicht, gehören zur ältesten, noch lebenden Wirbeltierklasse der Erdgeschichte. Streng genommen zählen sie nicht zu den „Fischen“, sondern zu den so genannten Rundmäulern. Aufgrund von Schutzmaßnahmen haben sich die Neunaugenbestände in unseren heimischen Gewässern in den vergangenen Jahren allmählich erholt. Mit der Wahl zum Fisch des Jahres soll aber auch darauf hingewiesen werden, dass weitere Anstrengungen unternommen werden müssen, um den Fortbestand der einzelnen Arten zu sichern.

Impressum