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Neuigkeiten 2006

Archivierte Neuigkeiten des Jahres 2006

Berlin: (hib/SUK) Im vergangenen Jahr waren in Deutschland nach Angaben der Staatlichen Vogelschutzwarte Schleswig-Holstein 22.758 Brutpaare des Kormorans registriert. Die meisten von ihnen leben in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Das teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16/1017) auf eine Kleine Anfrage der FDP (16/706) mit. Seit 1980 entwickele sich die Brutbestände positiv, wüchsen aber seit 2001 nicht mehr kontinuierlich an. Diese positive Bestandsentwicklung wurzle hauptsächlich in Schutzmaßnahmen aufgrund der EU-Vogelschutzrichtlinie und den Bestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes, die das Jagen und Stören der Tiere verbieten.

Am 01. Januar war es soweit - mit Inkrafttreten von § 2 der Landesverordnung zur Durchführung des Fischereigesetzes für das Land Schleswig-Holstein sind die Fischereiberechtigten bzw. -ausübungsberechtigten verpflichtet, Hegepläne für Ihre Gewässer bei der Oberen Fischereibehörde zur Genehmigung vorzulegen. Dieser Stichtag war lange bekannt und durch zahlreiche Veröffentlichungen sowie Beratungen und Gespräche vor Ort bei Berufsfischern und vielen Angelvereinen von langer Hand vorbereitet. Dennoch war bis etwa November letzten Jahres nicht völlig klar, wie die Akzeptanz dieses neuen Instrumentes sein würde.

Heute, ca. 3 Monate nach Beginn der rechtlich vorgeschriebenen Hegeplanpflicht, kann ich feststellen, dass das „Projekt Hegepläne“ erfolgreich angelaufen ist. Dem ALR Kiel liegen inzwischen etwa 120 Hegepläne vor. Ich möchte mich ausdrücklich bei allen Hegepflichtigen bedanken, die Ihrer Verpflichtung termingerecht nachgekommen sind.

In letzter Zeit klagen einige Angler über schlechte Fänge im Nord-Ostsee-Kanal, während andere zufrieden melden, dass sie im letzten Jahr endlich wieder mehr gefangen haben. Wieder andere fangen Fischarten an Orten, wo sie diese nicht vermutet hätten. Unabhängig davon, ob viel, wenig oder Unerwartetes gefangen wurde, stellen die Angler zumeist die Frage nach der Ursache. Dies zu beantworten ist im Einzelfall fast unmöglich. Allerdings lassen sich aus vorliegenden Erkenntnissen über die Eigenarten der Fische und aus den Fangmeldungen einige Schlüsse ziehen, die helfen können, Erfolg oder Misserfolg des einzelnen Anglers zu erklären.

Heiligenhafen/mk – Ein 24-jähriger Mann aus Ratzeburg ist am Sonnabend (8. April) in der Ostsee ertrunken. Nach Darstellung der Polizei war er gegen 16.15 Uhr in der Nähe der Heiligenhafener Steinmohle mit dem Boot zu Angeln herausgefahren. Als er knapp 100 Meter vom Ufer entfernt war, wurde er von einer Windböe erfasst und vom Boot in die Ostsee geschleudert. Rettungsversuche von Angelfreunden mussten aufgrund der starken Strömung aufgegeben werden. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des 24-Jährigen feststellen. Er war aufgrund einer mit Wasser vollgelaufenen Wathose ertrunken. In den Watstiefeln hatte sich ein Luftpolster bildet. Dadurch wurde der Angler vermutlich unter Wasser gedrückt und er ertrank.

Kiel/Jevenstedt – Heftige Kritik an der von der Landesregierung erst in diesem Jahr erlassenen Kormoranverordnung übte der Landessportfischerverband (LSFV) Schleswig-Holstein. Wie der Präsident Ernst Labbow gestern auf der Jahresversammlung seines Verbandes in Jevenstedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde) sagte, hat die Landesregierung die Interessen der Angler nicht ausreichend berücksichtigt.

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