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Neuigkeiten 2013

Neuigkeiten des Jahres 2013 vom LSFV und der Verbandsjugend

Berlin – Der Verband Deutscher Sportfischer (VDSF) hat einen großen Schritt hin zur Verschmelzung mit dem Deutschen Anglerverband (DAV) zum Deutschen Angelfischerverband (DAFV) gemacht. Mit deutlicher Mehrheit stimmten die Delegierten am Freitag in Berlin dem historischen Vertrag zur Verschmelzung beider Verbände zu. 170 Stimmen waren für eine 75-prozentige Mehrheit erforderlich, 194 wurden für die Verschmelzung abgegeben. Allerdings erst im zweiten Anlauf. Noch bei der Hauptversammlung des VDSF im November in Berlin war die erforderliche Dreiviertel-Mehrheit um nur drei Stimmen verfehlt worden.

„Das ist heute eine sehr gute Zukunft für die Angler in Deutschland“, sagte ein sichtlich bewegter VDSF-Präsident Peter Mohnert.

Er macht ja einen friedlichen Eindruck, der Rapfen. Unter vielen Anglern auch als „Silberpfeil“ bekannt, sieht er aus, als könnte er keinem Fischlein was antun, doch der Schein trügt. Er ist skrupellos und eiskalt, wenn es darum geht seine Beute zu machen. Wenn die Angler schon den Namen Rapfen hören, verbinden sie ihn sofort mit dem Sommer, weil sie der Illusion erlegen sind, dass Rapfen reine Sommerfische sind und man sie auch nur dann beangeln kann. Das liegt wahrscheinlich daran, dass man automatisch an die typischen Raubzüge der Rapfen denkt, wie sie aus dem nichts in einen Kleinfischschwarm hinein preschen und somit das Wasser zum Kochen bringen. Doch dieses Ereignis spielt sich meistens nur im Sommer ab.

Rapfen1

Wenn jedoch Wasser – und Außentemperaturen drastisch sinken und der Herbst Einzug hält, sinkt auch die Rapfenquote der meisten Angler erheblich. Aber warum ist das so?

Wieso werden im Herbst viel weniger Rapfen gefangen, wie beispielsweise im Sommer? Die Rapfen nehmen genau wie Hechte und Zander auch im Winter Nahrung zu sich, es ist nur schwieriger sie zu lokalisieren, denn man hat nicht mehr den Vorteil wie im Sommer, dass man die Fische noch an der Oberfläche rauben sieht. Mein erster Fang eines Rapfen im Spätherbst war eher ein „Zufallstreffer“. Damals habe ich mit einem großen Löffelblinker in einem kleinen Fluss auf Hechte geangelt. Ich angelte direkt an einer Brücke und ließ meinen Löffel unmittelbar vor einem Brückenpfeiler absinken. Am Grund angekommen, holte ich ihn langsam ein, als ich auf einmal einen mächtigen Schlag in der Rute verspürte. Vom Drillverhalten hatte ich schon vermutet, dass dieser Fisch, der da am Ende meiner Angelschnur kämpfte, kein Hecht sein konnte. Als sich der Fisch dann das erste Mal an der Oberfläche zeigte, war ich erstaunt, dass um diese Jahreszeit noch ein Rapfen meinen Köder attackiert hat. Am Anfang war es Zufall, dann habe ich angefangen, die Rapfen gezielt im Spätherbst zu beangeln und es hat funktioniert.

 

 

Aufenthaltsorte

Doch jetzt bleibt die Frage offen: „Wo finde ich die Rapfen in der kalten Zeit des Jahres?“ Was die Standplätze der Fische anbelangt, ist es aus meiner Sicht schwer, eine konkrete Aussage zu machen. Ich gehe meistens so vor, dass ich die Schwärme von Kleinfischen aufsuche, denn hier lauern immer ein paar Rapfen. Wenn kein Echolot zur Verfügung steht, sind die Kleinfische durch vermehrtes Auftreten von Schnurschwimmern erkennbar. Die Futterfische und somit auch die Rapfen halten sich im Herbst in den tieferen Gewässerbereichen auf, weil es dort deutlich wärmer ist, als im flachen Wasser. Wenn man beispielsweise in einem Fluss angelt, bevorzugen die Rapfen im Herbst und Winter Bereiche, die nicht allzu viel Strömung aufweisen. Darum sollte man seine Aufmerksamkeit auf Hafenbecken richten, denn hier ist das Wasser beruhigt und meistens auch etwas wärmer als im Hauptstrom.

 

Weitere Hot Spots sind Betonvorsprünge, Brücken bzw. Brückenpfeiler, Buhnenköpfe und der Bereich hinter großen Markierungstonnen. Fische ich in einem See, suche ich mir gezielt die tiefen Bereiche oder die Kanten aus. Bezüglich der Tageszeit kann man sagen, dass der Mittag am aussichtsreichsten ist, weil schon ein paar Sonnenstrahlen ausreichen, um das Wasser nur minimal zu erwärmen.

 

Runter vom Gas

Was die Köderführung betrifft, muss man sich an die Wassertemperaturen anpassen. Das heißt, je kälter das Wasser, desto langsamer die Köderführung. Wenn man bedenkt, dass der Köder im Sommer gar nicht schnell genug geführt werden konnte, muss man jetzt deutlich weniger kurbeln, um einen Silberpfeil an den Haken zu locken. Meine Köder, die ich im kalten Wasser auf Rapfen verwende sind ca. 10 – 13,5cm groß. Keine Angst vor größeren Ködern im Winter! Da Fische wechselwarme Tiere sind und sie ihren Stoffwechsel im Winter heruntergefahren haben besitzen die Rapfen wenig Kraft, um viele Angriffe auf eine Beute zu starten wie sie es vergleichsweise im Sommer tun. Da muss es sich schon lohnen, seine Energie zu verbrauchen. Ein knapp über Grund eingekurbelter Gummifisch ist im Spätherbst sehr erfolgreich. Gleichmäßiger Zug ist bei diesen Ködern sehr wichtig, denn darauf regieren die Rapfen besonders gut. Ein Modell mit einem Großen Teller – oder Hammerschwanz haben mir bisher die besten Ergebnisse gebracht.

 

Bezüglich des Bleigewichts muss man sich auf die Gegebenheiten anpassen. Strömung, Wind und Wassertiefe sind hier die Kriterien nach dem man das Gewicht auswählen sollte. Ebenso gute Erfolge hatte ich mit Hardbaits. Hier benutze ich sehr gerne Suspender, die man sehr schön auf der Stelle stehen lassen kann.

Rapfen2

Ich hole diese Köder mit gefühlvollen Rucken ein und mache dabei ausgeprägte Pausen. In diesen Pausen muss man besonders aufmerksam sein, denn hier erfolgen viele Bisse. Auch nicht zu verachten sind Köder aus Metall. Diese haben den Vorteil, dass man sie unendlich weit werfen kann, was zum Beispiel in einem See sehr wichtig ist, um die Aufenthaltsorte der Rapfen erst einmal erreichen zu können.

 

Beim Rapfengerät muss man abwägen: Fische ich in einem großen See oder Fluss und muss ich weit werfen, um die Rapfen zu erreichen, oder angele ich in einem kleinen Teich oder Flüsschen im Nahbereich. Demnach habe ich zwei Rutenkombos auf Rapfen im Einsatz. Als Rute für große Distanzen nehme ich eine 2,70 Meter lange Spinnrute mit einem Wurfgewicht bis zu 40 Gramm. Eine 0,10 mm geflochtene Hauptschnur und ein Vorfach aus 0,35 mm starkem Fluorocarbon runden das Gerät ab. Ist mit Hechten zu rechnen, dann ist natürlich ein Vorfach aus Stahl Pflicht. Für kurze Distanzen bevorzuge ich eine 2,10 Meter lange Rute, mit einem Wurfgewicht bis zu 30 Gramm. Ob man hier eine kleine Stätionärrolle oder ein Baitcaster benutzt ist lediglich Geschmackssache. Genau wie bei der langen Rute bespule ich die Rolle auch hier mit einer 0,10 mm geflochtenen Hauptschnur und als Vorfach kommt ebenfalls Fluorocarbon oder Stahl zum Einsatz.

 

Auf Kleinteile und Wohlbefinden achten

Bedenken Sie, dass Sie auch bei Minusgraden draußen in der Kälte stehen. Ganz wichtig ist hierbei, dass man sich richtig anzieht, denn es gibt nichts Schlimmeres, als beim Angeln zu frieren. Dann ist schlechte Laune vorprogrammiert und die ganze Sache macht einfach keinen Spaß mehr. Deshalb habe ich immer heißen Tee in einer Thermoskanne dabei, denn das gibt einem wieder die nötige Motivation, die man beim Angeln braucht. Außerdem sorge ich immer dafür, dass ich meine Kleidung dick genug wähle und mich winddicht anziehe.

 

Besonders großen Wert lege ich auf die Kleinteile. Man hat es mit Fischen jenseits der 14 Pfund Marke zu tun. Ein großer Rapfen kann einem schon beim Anbiss den Wirbel sprengen, oder den Haken aufbiegen. Deshalb verwende ich nur hochwertige Karabiner und Sprengringe. An den Wobblern, die nur mit minderwertigen Haken ausgestattet sind, tausche ich die Drillinge grundsätzlich gegen hochwertigere Modelle aus, denn wenn wir uns schon den ganzen Tag für einen guten Fisch in die Kälte stellen, wollen wir auch keine Chance vergeben, wenn wir es schon geschafft haben einen Rapfen an den Haken zu locken und dieser könnte der größte des Jahres werden, denn in keiner anderen Jahreszeit sind sie so fett wie jetzt.

Andreas Nissen (14), Traunstein

Allen Mitgliedern, Anglerinnen und Anglern und Freunden der Fischerei wünscht der Landessportfischerverband Schleswig-Holstein ein in jeder Hinsicht gutes neues Jahr 2014.

Viele interessante Aufgaben stehen vor uns, abwechselungsreiche Veranstaltungen, informative Versammlungen und hoffentlich gute Fänge.

Bereits am 8. Januar tritt das LSFV-Präsidium wieder zusammen und am 20. Januar treffen sich die Lehr- und Prüfberechtigten zu einer Informationsveranstaltung.

Mitteilen möchten wir außerdem, daß das MELUR kurz vor dem Jahreswechsel im Gesetz- und Verordnungsblatt vom 27. Dezember die Verlängerung der BiFO und KüFO bekanntgegeben hat.

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