Wegen krankheitsbedingten Personalausfalls und vieler auswärtiger Termine für die weiteren Mitarbeiter ist die Geschäftsstelle nicht immer zu den üblichen Zeiten besetzt.

Die Beteiligung war ausbaufähig, aber das Ergebnis war deutlich: mit 150:32 (bei 17 Enthaltungen) stimmten die Delegierten der Mitgliedsvereine am Sonntag (27. September) auf der außerordentlichen Hauptversammlung des Landessportfischerverbands Schleswig-Holstein (LSFV) für den Verbleib im Deutschen Angelfischerverband (DAFV). Sogar noch höher war die Zustimmung (153:23 bei 20 Enthaltungen) anschließend für eine Beitragserhöhung des Dachverbandes um einen Euro auf dann drei Euro im Jahr. Es gab aber auch deutliche Signale an die DAFV-Präsidentin Dr. Christel Happach-Kasan: auf Bundesebene muss sich etwas bewegen, damit der Verband stark und effizient die Interessen der Angler gegenüber Politik und Verwaltung auf Bundes- und Europaebene vertritt. Beim jüngsten Verbandsausschuss des LSFV waren bereits erste Weichen gestellt worden. Eine Arbeitsgruppe wird eine Prioritätenliste erarbeiten, die dem DAFV-Präsidium zeigt, was dem nördlichsten Landesverband besonders am Herzen liegt.

Mehr Transparenz und vor allem eine erkennbare Umsetzung des vorgelegten Finanzkonzeptes des DAFV-Finanzausschusses waren die Hauptforderungen, die Delegierte der schleswig-holsteinischen Anglerschaft vortrugen. Eine positive Entwicklung im kommenden Jahr ist Voraussetzung für einen Verbleib des LSFV im Bundesverband.

Zuvor hatten Dr. Christel Happach-Kasan und Klaus-Dieter Mau, Vizepräsident des LAV Mecklenburg-Vorpommern e.V. und Mitglied des DAFV-Finanzausschusses, den Anwesenden die Situation im Bundesverband erläutert. Sie gingen auf den geplanten Haushalt ein sowie auf Schwierigkeiten wegen des Austritts von Landesverbänden und wegen einiger Umstände der Fusion der früheren Bundesverbände DAV und VDSF zum heutigen DAFV. So habe etwa der Beitrag im DAV drei Euro zuzüglich 20 Cent für eine Versicherung betragen; nach der Fusion dann aber nur noch zwei Euro. Die DAFV-Präsidentin warb eindringlich für einen starken Bundesverband. Dr. Christel Happach-Kasan äußerte auch die Hoffnung, dass es gelingen könnte, Landesverbände von Kündigungsgedanken abzubringen und ausgetretene wieder zum Beitritt zu bewegen. Klaus-Dieter Mau betonte in Bezug auf die Beitragserhöhung: „Wir wollen nach vorne gucken und nach vorne gehen und dafür brauchen wir Geld. Ein Bundesverband ohne die erforderlichen finanziellen Mittel ist nur ein Papiertiger.“ Mau stellte auch klar: „Die Zukunft des Bundesverbandes entscheidet sich 2016. Aber wenn der DAFV den Bach ´runter geht, wird es Entwicklungen geben, die die Angler so garantiert nicht gewollt haben.“

Konstruktiv zur Satzungsänderung

Für die Satzungsneufassung hatte Geschäftsführer Robert Vollborn einen Entwurf vorbereitet und allen Vereinen zugeschickt. Rechtliche Änderungen wurden dabei berücksichtigt, aber auch sprachliche Korrekturen und eine deutliche Kürzung gegenüber der bisherigen Fassung. Drei Vereine hatten dazu konstruktive Änderungsvorschläge eingereicht. In kurzer Zeit wurden diese besprochen und der aktualisierte Entwurf anschließend einstimmig beschlossen. Das Präsidium wird die neue Satzung nun kurzfristig beim zuständigen Vereinsregister anmelden.

Sachstand Westensee

Im Verlauf der Versammlung berichtete LSFV-Präsident Peter Heldt auch über das Vorhaben, eine Teilfläche des Westensees zu erwerben. Das Projekt kommt voran, allerdings nicht so schnell wie erwartet. Die Vorbereitungen eines Vertragsentwurfes haben viel Zeit in Anspruch genommen. Ein solcher liegt seit vergangenem Freitag vor, der nun mit den Beteiligten besprochen wird. Das Präsidium hofft auf einen zügigen Fortschritt und Abschluß des Vorhabens.

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