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Die diesjährige ordentliche Hauptversammlung des LSFV Schleswig-Holstein e.V. ist am 29. Mai 2016 in Nortorf durchgeführt worden.

Zu Beginn begrüßte Präsident Peter Heldt nach der Eröffnung zunächst die Delegierten und Ehrengäste, zu denen auch die Ehrenmitglieder Ernst Labbow, Claus Hinz, Hartwig Lentfer und Rolf Vorbeck gehörten.

Peter Heldt ergänzte seinen schriftlichen Jahresbericht, der allen Delegierten vorlag, mündlich zu weiteren Themen: Aalbesatz (Glasaale und vorgestreckte Farmaale), Markierungen für Meerforellen (coded wire tags), andere Projekte für Salmoniden und Einsatz von Scotty-Boxen für optimale Aufzucht und Gewässerprägung, Reproduktion von Schlammpeitzgern, LSFV als FÖJ-Einsatzstelle, Außendarstellung des LSFV und verbesserungsfähiger Zusammenhalt im Verband, Jugendarbeit und Schulprojekte, Gewässerwarteseminar, Fischereischeinwesen mit etwa 150 Lehrgängen im vergangenen Jahr, Casting- und Turnierwurfsport, Anerkennung und Bedeutung des LSFV als anerkannter Umweltverband, geplante Angelverbote in sechs deutschen AWZ-Schutzgebieten und die sich wieder verstärkende Nutzung von Wasserkraftanlagen trotz der WRRL.

Für das MELUR sprach Dr. Roland Lemcke zunächst die Bestandssituation beim Aal an. Auf verschiedenen Ebenen verstärkten sich Bedenken hinsichtlich der Aalfischerei. Deshalb sei bestmögliches Aalmanagement von großer Bedeutung. Als weiteres Thema nannte er die Bestandssituation beim westlichen Ostsee-Dorsch. Die Reproduktion sei 2014/2015 weitgehend ausgefallen.

Für herausragendes ehrenamtliches Engagement wurden mehrere Angelfreunde mit Ehrungen bedacht.

Swen Kretschmer (Angelfreunde Neumünster e.V., langjähriges Mitglied des LSFV-Jugendvorstandes) und Manfred Kautzsch (Vereinigung der Wakenitz-Angler e.V., langjähriges Vorstandsmitglied des Kreisverbandes Lübecker Sportfischer und Vorsitzender des größten Vereins im LSFV) erhielten die Silberne Ehrennadel. Katrin und Uwe Bruhn (ASV Delve-Schwienhusen e.V., beide seit vielen Jahren in der Jugendarbeit tätig) erhielten die Goldene Ehrennadel. Eine ganz besondere Ehrung erhielt Michael Kuhr, der über 18 Jahre LSFV-Referent für Öffentlichkeitsarbeit war und dabei den Weg des LSFV in die digitale Welt bereitet hat. Er wurde nach einem vorherigen Beschluß des Verbandsausschusses Ehrenmitglied des LSFV. Michael Kuhr betonte in einer kurzen Ansprache die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit.

Zu den vorliegenden Berichten der Präsidiumsmitglieder und der Referenten gab es keine Nachfragen seitens der Delegierten, ebenso nicht zum Bericht der Kassenprüfer. Präsidium und Jugendvorstand wurden einstimmig entlastet.

Geschäftsführer Robert Vollborn leitete die Versammlung durch eine aus rechtlichen Gründen erforderliche Satzungsänderung, die mit einer gewichtigen Frage begann. Soll der Verband seinen Namen ändern? Im Vorfeld der Versammlung hatte es zumindest vereinzelt Zuspruch zu dem Namen „Landesanglerverband Schleswig-Holstein“ gegeben. Der Verein, der zur Zeit diese Bezeichnung führt, wäre bereit gewesen, ihn an den LSFV abzugeben. Es war dann aber eine überraschend kurze Diskussion, in der der Wert der Tradition des bisherigen Namens und die Kosten einer so weitreichenden Änderung den Ausschlag gaben für eine Beibehaltung des bekannten und anerkannten Namens „Landessportfischerverband Schleswig-Holstein e.V.“..

Weitere Änderungen waren u.a. die Verknüpfung des Stimmrechtes an die Bezahlung der Beiträge des aktuellen Jahres (bisher: Vorjahr) und die Einführung eines Referenten für „Förderungen/Spenden/Sponsoring“.

Zur Mitgliedschaft des LSFV im DAFV war eigentlich im vergangenen Jahr beschlossen worden, daß eine aus sechs Personen bestehende Arbeitsgruppe einen Kriterienkatalog an den DAFV richtet und nach einem Jahr über die erreichten Fortschritte informiert. Auf einen Antrag des ASV Nordseekant Husum hin kam das Thema nun bereits nach einem halben Jahr wieder auf die Tagesordnung. Dabei wurde eine in den letzten Monaten positive Entwicklung festgestellt. Konkrete Informationen zu Fragen, die leider vielfach als Gegenstand von Gerüchten mit geringem Wahrheitsgehalt im Internet kursieren, konnten Klaus-Dieter Mau (DAFV-Finanzkommission und LAV Mecklenburg-Vorpommern) und Günter Schmiedecke (DAFV-Steuerberater) geben. Diese waren offenbar so umfassend, daß die von Präsident Peter Heldt eröffnete Aussprache ohne Wortmeldungen wieder geschlossen werden konnte. Die Abstimmung ergab einen Verbleib des LSFV im DAFV mit 157 zu 10 Stimmen bei einer Enthaltung.

Unter dem TOP „Anträge“ wurde zunächst auf Antrag des ASV Blanker Haken 08 beschlossen, bei Angelveranstaltungen des LSFV keine Altersgrenze festzulegen, wenn Vereine für angemessene Betreuung ihrer jungen Mitglieder sorgen. Weiterhin wurde beschlossen, Rücklagen des LSFV für den Erwerb von Gewässern bis zu einer Höhe von 70.000 Euro zur Finanzierung der Westensee-Teilfläche einzusetzen und etwaige Überschüsse aus der Vereinsumlage später an die Vereine zurückzuzahlen. Und schließlich wurde beschlossen, die kostenlose Vergabe von Erlaubnisscheinen für bestimmte LSFV-Gewässer infolge der Westensee-Umlage von personenbezogenen Erlaubnisscheinen umzustellen auf vereinsbezogene Kontingente.

Später wurde noch der Haushaltsvoranschlag 2016 einstimmig angenommen und festgelegt, daß die nächste ordentliche Hauptversammlung am 21. Mai 2017 in Nortorf stattfindet.

Peter Heldt und Jürgen Töllner, Vorsitzender des Kreisanglerverbandes Nordfriesland, informierten die Delegierten zusätzlich über ein interessantes Programm, das der „Tag des Angelns“ am 6. August in Friedrichstadt bietet, u.a. die Darstellung von verschiedenen Angeltechniken auf 17 Stationen, das barrierefreie Angeln für Menschen mit Behinderung, die kulinarische Nutzung von Weißfischen sowie evt. das Angeln vom Kajak aus. Und zum Abschluß erfolgte noch der Hinweis, daß Erlaubnisscheine des LSFV im kommenden Jahr nur noch Mitgliedern des LSFV sowie einiger nahestehender Verbände aus anderen Bundesländern zu den günstigen Bedingungen zur Verfügung stehen.

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