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Wie der Scleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (sh:z) in seiner Ausgabe am 3. Dezember 2004 schreibt, hat Schleswig-Holsteins Umweltminister Klaus Müller (Grüne) einen Wechsel der Gangart in der Umweltpolitik angekündigt. „Natura 2000 war kein Erfolgsmodell — ich will das nicht wiederholen“, sagte er.

Die Umweltpolitik der Zukunft setze auf das Miteinander aller Beteiligten. Die schleswig-holsteinische Landesregierung hat ihr ursprüngliches Ziel, bis zum Jahr 2005 zehn Prozent der Landesfläche unter Naturschutz zu stellen, übererfüllt. Umweltminister Klaus Müller sagte, derzeit seien 11,3 Prozent (= 178.000 Hektar) des Landes gesetzlich gesicherte Naturschutzflächen.

Nach der Inventur formulierte Müller als nächstes Ziel, bis 2010 sogar 15 Prozent der Landesfläche unter Naturschutz zu stellen. Die kommenden Schritte sollten indes geordneter unternommen werden, sagte der Minister im Gespräch mit dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag. Die Hast der ersten Natura-2000-Phase habe "zu viel Stress und Reibungsverlust" gebracht.

Die Ziele aber seien von Anfang an richtig gewesen. Im übrigen betonte Müller, die Kritik am schleswig-holsteinischen Weg — zum Beispiel vom Land Niedersachsen —, gehe ins Leere. Wer EU-Richtlinien wie die Flora-Fauna-Habitat (FHH) nicht umsetze, müsse mit EU-Strafzahlungen rechnen. "Die möchte ich unserem Land ersparen."