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Wieviel Dorsch fängt ein Angler? 

Hohe Wellen hat das Ergebnis des Instituts für Ostseefischerei Rostock zum Thema Dorsch-Fangmengen der Angler geschlagen. Dabei wurden Ergebnisse hochgerechnet und die Angler sollten demnach bis zu 70% der gewerblichen Fangmengen anlanden. VDSF und LSFV stellen zunächst unabhängig voneinander, später gemeinsam eigene Untersuchungen an. Der LSFV ermittelt derzeit die aktuellen Zahlen der Dorschfänge seiner 350 Vereine. Knapp 60 Rückmeldungen hat es bereits gegeben, um die Rückgabe der noch im Umlauf befindlichen Bögen wird dringend gebeten.

Klage gegen Kormoranverordnung niedergeschlagen

Die vom LSFV angestrebte Normenergänzungsklage gegen die Kormoranverordnung der Landesregierung ist vom Oberverwaltungsgericht Schleswig niedergeschlagen worden. Die zentrale Aussage des Gerichtes beinhaltet die Feststellung, dass Angler zum einen keine fischereiwirtschaftlichen Schäden geltend machen könnten, weil sie nicht wirtschaftlich tätig seien. Zum anderen sei aber auch der Schutz der heimischen Tierwelt nicht durch Kormorane betroffen, weil der Fischschutz nur in ausgewiesenen Fischschonbezirken sinnvoll betrieben werden könne, wo die letale Vergrämung von Kormoranen durch Abschuss erlaubt sei. Das Gericht überschätzte dabei unter anderem die tatsächlich nur geringe Wirkung in diesen relativ kleinen Gebieten, die zudem den meisten Beteiligten nach wie vor nicht bekannt sind.

Der unter Artenschutzaspekten geförderte Fischbesatz von bedrohenden Fischarten erhielt kaum Beachtung. Auf die Sicherung der nachhaltigen Nutzungsfähigkeit von Gewässern durch die Entnahme von Fisch für den menschlichen Verzehr ging das Gericht in keiner Weise ein. Der LSFV wurde vom VDSF bei seinem Vorhaben unterstützt.

Mehr Hoffnung auf eine wirkungsvolle Reduktion der Kormoranpopulation entsprang dem Bericht des Geschäftsführers Dr. Dieter Bohn, der an einer internationalen Konferenz des Deutschen Fischereiverbandes für ein europäisches Kormoranmanagement in Bonn teilgenommen hatte. Dort sprachen sich die Teilnehmer nach Vorträgen über die Bestandsentwicklung und deren Folgen für die Fische in Deutschland, Dänemark, Holland, Schweiz, Tschechei und Slowakei einstimmig für die Forderung aus, ein europäisches Bestandsmanagement mit einer Reduktion im ersten Schritt um 50% zu verlangen. Dem Fischartenschutz muss umgehend europaweit eine höhere Priorität eingeräumt werden.

Fischereiberatung geplant

Der LSFV hat nach umfangreichen Beratungen und zahlreichen Gesprächen mit möglichen Beteiligten angeboten, Projektträger einer neu zu schaffenden landesweiten Fischereiberatung durch einen Fischereibiologen - auch für die Angelvereine und Kreisverbände - zu werden, wenn die Kosten aus Mitteln der Fischereiabgabe und der Abteilung Wasserwirtschaft im MLUR übernommen werden. Eine Entscheidung des Ministeriums wird mit Spannung erwartet. Mit der Umsetzung könnte im ersten Quartal 2008 begonnen werden.

Änderung des LFischG

Fischereiminister Dr. Christian von Boetticher ist bezüglich eines Bedarfes zur Änderung des LFischG angeschrieben worden. Hauptsächlich geht es um die Streichung des inhaltslosen § 39, um dann, wie in nahezu allen anderen Bundesländern, in schonender Weise wieder Setzkescher in Schleswig-Holstein zuzulassen.

Gutachten "Angeln als Wirtschaftsfaktor in Schleswig-Holstein"

Prof. Dr. Robert Arlinghaus soll für den LSFV Schleswig-Holstein ein Gutachten zum Thema „Angeln als Wirtschaftsfaktor in Schleswig-Holstein“ erstellen. Er ist ausgewiesener Experte insbesondere auch zur Beurteilung der sozio-ökonomischen Bewertung des Angelns in Deutschland. Zur Finanzierung ist geplant und vorbesprochen, einen Antrag an den Fischereiabgabeausschuß zu stellen.

Info-Mobil soll verkauft werden

Das Info-Mobil des LSFV soll verkauft werden. Es wurde bemängelt, dass die Nutzer das Info-Mobil häufig in einem immer schlechteren Zustand wieder zurückgegeben hätten. Die Nutzung sei für die Vereine außerdem zu umständlich. Eine Betreuung des Fahrzeuges im dafür erforderlichen Maße konnte nicht hergestellt werden. Ersatz soll ein neu zu konzipierender und leichter transportierbarer Messe-Stand bringen.

Überarbeitung der Lehr- und Prüfungsordnung

Gleich Anfang Januar findet das nächste Treffen der Arbeitsgemeinschaft zur Überarbeitung der Lehr- und Prüfungsordnung statt. Vizepräsident Boie Lorenz und Geschäftsführer Robert Vollborn erwarten, dann abschließend über Änderungsvorschläge beraten zu können. Anschließend wird der Entwurf dem MLUR zur Genehmigung vorgelegt.
Eine Anfrage an die Kreisverbände bezüglich einer eventuellen Sammelbestellung für Unterrichtsmedien (beamer und laptop) ergab nur geringen Bedarf. Die jeweiligen Bestellungen sollen deshalb weiterhin dezentral vorgenommen werden.

Neuer Vorsitzender des LNV Schleswig-Holstein

Volkher Looft ist erneut zum Vorsitzenden des Landesnaturschutzverbandes Schleswig-Holstein gewählt worden. Beisitzer im Vorstand ist LSFV-Biologe Rüdiger Neukamm.

Salmoniden und Schnäpel

Die Besatzkonzepte für Salmoniden und Schnäpel wurden im ALR näher besprochen. Die allein für diese Fischarten im neuen Fischartenhilfsmaßnahmen 2008-2011 deutlich aufgestockten Finanzmittel in Höhe von 140.000,- € werden über die beiden Bruthäuser in Altmühlendorf und Aukrug verwaltet. Zukünftig muss ein jährlicher Mindestbesatz erfolgen, der nur in den beiden Verbandsbruthäusern erbrütet wird. Die Obergrenze wird durch die Inhalte der genehmigten Hegepläne gedeckelt. Neben dem Einsatz von Brütlingen kann zukünftig der Besatz mit Setzlingen/Smolts vor Ort flexibler gehandhabt werden.
Im Zusammenhang mit den neuen Fischartenhilfsmaßnahmen weist der LSFV seine Vereine darauf hin, ab sofort neue Anträge zum Aalbesatz einzureichen.

Anglerjugend aufgewertet

Die schleswig-holsteinische Anglerjugend soll künftig einen höheren Stellenwert erhalten. Deshalb soll das Thema auf der Jahresversammlung des Landessportfischerverbandes Schleswig-Holstein auf die Tagesordnung gesetzt und diskutiert werden. Verbessert werden müsse auch die Vertretung der Jugend im LSFV. Lediglich auf einer Präsidiumssitzung im Jahr 2007 war ein Mitglied des Jugendvorstandes anwesend.

Gemeinschaftsangeln

Beim LV-Angeln an der Eider wurden von knapp 150 Teilnehmern aus 27 Vereinen nur 240 Kilogramm Fisch gefangen. Nur geringen Erfolg hatten auch die knapp 70 Teilnehmer des NOK-Fischens, die Aale, wenige Weißfische und keine Zander fingen. Beim Bundesländerhegefischen des VDSF in Lauterbach/Hessen belegten die Damen aus Schleswig-Holstein den dritten Platz.

LV Natur- und Kunstköderangeln

60 Hochseeangler fingen beim LV Natur- und Kunstköderangeln knapp 300 Fische. Das Hochseefischen 2008 findet von Laboe aus statt. 2009 soll dann wieder ein Schiff der Flotte aus Heiligenhafen gebucht werden. Beim LV-Brandungsangeln fehlte 74 Teilnehmern in Hohenfelde nicht nur das Wasser. Es wurden auch nur 70 Fische gefangen.

Vereinsbeiträge und Aufnahmebedingungen

Eine Umfrage unter den Vereinen nach den Vereinsbeiträgen und Aufnahmebedingungen hat bislang 53 Rückmeldungen ergeben. Vereine erhalten damit die Möglichkeit, dem LSFV als Vermittler von neuen Mitgliedern Informationen an die Hand zu geben.

Anglerfilm geplant

Der LSFV plant derzeit die Herstellung eine Films zur Darstellung des Verbandes, der bei vielfältigen Gelegenheiten, etwa auf Messen und Ausstellungen gezeigt werden kann. Derzeit läuft die Kostenermittlung. Eine Entscheidung wird Anfang des Jahres erwartet.