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Das Bundeskabinett hat am 01.10.08 die deutsche Strategie für die nachhaltige Nutzung und den Schutz der Meere verabschiedet. Der Vorschlag kam von Umweltminister Gabriel (SPD), nachdem man sich innerhalb seines Ressorts einigen und die Ziele der Meeresstrategie festlegen konnte. Dabei stellte er heraus, dass es entscheidend sei, sich dem Schutz der Meere in allen politischen Feldern zu stellen. Konflikte mit der Fischerei seien gegebenenfalls in Kauf zu nehmen.

Die Erhaltung der natürlichen Ressourcen der Meere sei aber nicht allein ein Anliegen der Umweltschützer, sondern verfolge neben den sozialen auch wirtschaftliche Interessen. Es gelte dabei die Ressourcen gesunder Meere den künftigen Generationen zu erhalten und nicht in der heutigen Zeit ganz auszubeuten und leer zu fischen. 

Das größte Gefährdungspotential stellten nach wie vor die weltweite Überfischung, die Verschmutzung durch Schadstoffe und die Belastung der Gewässer durch den ständig wachsenden Schiffsverkehr dar. 25 % der Fischbestände seien bereits heute überfischt. Setze sich diese Entwicklung fort, werde bereits Mitte des nächsten Jahrtausends kein kommerzieller Fischfang mehr möglich sein. Damit falle ein wichtiger Bestandteil als Eiweißlieferant für die Menschheit weg. Als weitere Gefahren für die Meere nennt Gabriel die globale Erwärmung und die durch Kohlendioxid hervorgerufene Versauerung.

In der neuen nationalen Meeresstrategie sollen Interessen und Kompetenzen herausgearbeitet werden und politische Ziele definiert werden. In erster Linie gehe es darum die Zielerreichung darzustellen, konkrete Handlungsweisen und die Zeiträume zu bestimmen. Man wolle bestehende Habitate schützen und sich beispielsweise auch der Problematik der Grundschleppnetzfischerei widmen. Die Vorgehensweisen ergeben sich dabei auch aus den Verpflichtungen der EU und seien mit diesen in Einklang zu bringen.

 

Die Bundesregierung reagiert auf ein Problem, für das unser früherer Dachverband "Landesverband schleswig-holsteinscher Angler und Fischer e.V." bereits im Jahr 2000 eine Lösung präsentiert hat. Statt eine "Nationale Strategie" zu verfassen, hätten besser vor Jahren die Mindestmaße der Nutzfischarten aufgehoben werden sollen, verbunden mit einem Anlandegebot des gesamten Fanges, einer Anrechnung auf Quote und erlaubte Gesamtfangmenge und Verbesserung der technischen Maßnahmen.

Jährlich werden weltweit etwa 20 Mio Tonnen Fisch ins Meer zurückgeworfen, die größte Menge davon tot und verschwendet. Sinnlos, wenn nicht der eine oder andere Fisch wenigstens noch von einem Seevogel gefressen wird.

Insgesamt bleibt also abzuwarten, welche Maßnahmen in der Zukunft im einzelnen beschlossen werden und welche Auswirkungen dies auf unsere Angler in Schleswig-Holstein haben wird. Der Landessportfischerverband Schleswig-Holstein wird an dieser Stelle weiter berichten.

 

Meinungen und Reaktionen unser Angler gibt es im Anglerforum SH unter:

---> Bund beschließt Meeresstrategie

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