Quappe - Lota lota (Rutte, Trüsche, Aalquappe)
Die Quappe, einziger Vertreter der Dorschartigen im Süßwasser, lebt in
Flüssen und Seen. Die nacht- und winteraktive Quappe bevorzugt klares
Wasser und festen Grund, an dem sie sich bei Tage unter Steinen und
sonstigen Schlupfwinkeln verborgen hält. Die Jungfische ernähren sich
von kleinen Krebstieren, Insektenlarven, Würmern, Schnecken und
Fischlaich, größere Tiere vorwiegend von Kleinfischen, auch solche der
eigenen Art. Diese Raubfische können bis zu 150 cm lang werden und ein Gewicht von
30 kg bei einem Höchstalter von 20 Jahren erreichen. Die Quappe hat einen
kleinen Kopf mit einem langen Bartfaden am Kinn und zwei kürzeren an
den Nasenöffnungen. Sie besitzt einen langen zusammengedrückten
Schwanz. Ihre Haut ist mit zarten, kleinen Schuppen besetzt. Die
Seitenlinie endet unter dem hinteren Abschnitt der 2. Rückenflosse.
Im 3. -4. Lebensjahr tritt die Geschlechtsreife ein. Das Weibchen legt
bis zu einer Million Eier in der Zeit von November bis März ins freie
Wasser ab. Die Eier schweben frei und kleben an Gegenständen im Wasser
an. Nach 28 - 35 Tagen schlüpfen aus den etwa 1 mm großen Eiern die
Jungen. Die Laichwanderungen erfolgen in großen Schwärmen stromaufwärts.
Der früher häufig vorkommende Fisch ist selten geworden, genießt aber
nur in der Elbe und deren Nebengewässern eine ganzjährige Schonzeit. Die Angler in Schleswig-Holstein haben das erkannt und beteiligen sich an Hilfsmaßnahmen. So haben Angler aus Schleswig-Holstein und Hamburg erstmals im Jahr 2008 ein Laichfischfang für die Quappe organisiert. Dieser gute Ansatz soll im Jahr 2009 wiederholt werden.
Das Fleisch ist weiß, leicht verdaulich und wird besonders im
geräucherten Zustand geschätzt. Neben seinem regulärem Namen als Quappe wird der Raubfisch häufig auch als Rutte, Trüsche oder Aalquappe bezeichnet.
| Auch bekannt als: |
Rutte, Trüsche, Aalquappe |
| Mindestmaß: |
35 cm |
| Schonzeit: |
keine |
Weitere Informationen:
Fischschutz.de: Projektberichte zur Quappe
Anglerforum SH: Quappen Laichfischfang am Elbe-Lübeck-Kanal
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