Allgemein

wp_admin_lsfh | 05.05.2022

Vom 08. bis 10. April war der LSFV S-H auf der outdoor-Messe in Neumünster präsent.
Von links: Thomas Wunsch, Mika Koch, Matthias Winkelmann, Panja Wunsch, Peter Heldt, Esther Maire, Heinz Maire Hensge, Paula Armutat, Martin Höppner

Der Infostand des LSFV Präsidiums befand sich direkt gegenüber von der großen Casting-Area. Während viele Kinder unbedingt das Werfen ausprobieren wollten, kamen die LSFV Vertreter so ins Gespräch mit den Eltern. Viele gute und auch kritische Gespräche wurden geführt. Martin Höppner von der Geschäftsstelle, LSFV Präsident Peter Heldt und Vizepräsident Thomas Wunsch waren an allen Tagen vor Ort. Am Samstag kam Vizepräsident Matthias Winkelmann noch als Unterstützung dazu.

Auf dem Castingfeld waren Panja Wunsch, Esther Maire, Paula Armutat, Mika Koch und Castingnationalmannschaftskapitän Heinz Maire Hensge an allen Tagen aktiv. Während Esther Maire sich mit den Magnetfischen den Kleinsten widmete, konnten Jugendliche und Erwachsene mit dem 7,5 g schweren Gewicht versuchen, das aufgebaute Arnbergtuch und die Skishscheiben zu treffen. Am Samstag standen die Interessierten Schlange.

Unterstützt wurden wir vom Schnurhersteller Stroft mit Gummibärchen und Baseball-Caps. Vom DAFV wurden uns Banner zur Verfügung gestellt. Von der DAFV Jugend hatten wir auch Rucksäcke und Handytaschen, die wir noch von den ausgefallenen Messen 2020 und 2021 hatten. Die DAFV Malbücher, die uns kurzfristig vom Jugendreferenten des DAFV Günter Granitza zur Verfügung gestellt wurden, waren ein beliebter Preis beim Angelspiel. Ein Dankeschön an alle Sponsoren und vor allem an die fleißigen Helfer.

Die Outdoormesse war eine gut besuchte und sehr gelungene Veranstaltung und eine tolle Werbung für uns Angler und dem Castingsport.

Thomas Wunsch
Vizepräsident Angeln und Sport

admin | 24.02.2022

Es ist bedauerlich, dass das Nachrichtenmagazin Spiegel online in seinem Artikel „Fisch in der Krise – Aalarm!“ vom 21.02.2022 die Gelegenheit verpasst hat, differenzierter über das komplexe Thema Aal zu berichten. Eindimensionale Maßnahmen (hier: die Einstellung der Fischerei) waren nie besonders erfolgreich, wenn es darum ging, komplexe Probleme zu lösen. Die Berücksichtigung anderer Expertenstimmen zu dem vielschichtigen Thema hätten dem Artikel gut getan. Diesem Umstand widmet sich eine Stellungnahme des DAFV, die hier zu lesen ist.

Katja Philipsenburg | 09.12.2021

Leider mußte der für den 06.11. in Kellinghusen geplante FA-Lehrgang wegen eines gesundheitlichen Grundes kurzfristig abgesagt werden. Ersatztermin ist nun der 27.11. Allen angemeldeten Teilnehmern wird geraten, am Vortag nachmittags auf dieser Seite nachzusehen, ob es neue Informationen zu diesem Lehrgang gibt.

Für 2022 versuchen wir wegen des hohen Bedarfes mehr als die üblichen vier Termine organisieren zu können. Die Orte und Zeiten geben wir im Frühjahr über die Seite „Termine“ bekannt.

Katja Philipsenburg | 09.12.2021

Vor einiger Zeit ging es um Dorsch und Lachs in der Ostsee, nun kommt vom Internationalen Rat für Meeresforschung (ICES), wie bereits in den Vorjahren, die Empfehlung an die Europäischen Fischereiminister, den Aalfang komplett zu verbieten.

Natürlich müssen wir bedrohte Arten schützen. Und auch im Fall des Aales ist unser Verband immer bereit, faktenbasierte Gespräche zu führen und gegebenenfalls geeignete Schutzmaßnahmen umzusetzen. Aber die immer wieder angedrohten Maximalverbotsmaßnahmen demotivieren und zermürben diejenigen, die sich vor Ort mit den bedrohten Arten beschäftigen.

Bei unserem LSFV Schleswig-Holstein wird seit 2006 der Aalbesatz markiert und die Fänge akribisch ausgewertet. Wir überprüfen kritisch unser Handeln und wollen sicherstellen, dass unsere Besatzmaßnahmen wirklich nachhaltig sind. Unter anderem folgende Fragen stehen dabei im Fokus: Hat Aalbesatz überhaupt Sinn? Ist der Besatz mit Glasaalen oder mit Satzaalen effizienter? Wie entwickeln sich die Bestände? Wieviel Prozent des Bestandes stammen aus unserem Besatz? Diese Fragestellungen werden mit erheblichem Aufwand von den bei uns im Verband angestellten Fischereibiologen bearbeitet. Nur sehr wenige Institutionen verfügen über so ausgezeichnete Datenreihen zu den von ihnen bewirtschafteten Gewässern.

Mittlerweile können wir belegen, dass über 85 % der gefangenen Aale im Nord-Ostsee-Kanal oder im Elbe-Lübeck-Kanal aus unserem Besatz stammen. Folglich werden auch viele der abwandernden Laichaale aus unserem Besatz stammen.

Wir besetzen nur dort, wo die Fische abwandern können. Wir achten darauf, dass die Besatzgewässer eine sehr gute Eignung als Lebensraum für die Aale haben, so dass sie zügig abwachsen können. Da leider bundesweit viele Bäche und Flüsse verbaut sind, gibt es nicht mehr viele solcher Lebensräume für die Aale. Ein Aufstieg für die wenigen natürlich zuwandernden Glasaale ist in vielen mitteleuropäischen Flüssen nicht möglich – und selbst wenn sie es schaffen, werden sie einige Jahre später beim Abstieg in den Turbinen von Wasserkraftanlagen geschreddert.

Wenn der Nachzug von Glasaalen gering ist oder gar ganz wegfällt und wenn wir nicht gezielt in diesen für den Aal guten Lebensraum besetzen, dann kommen aus unserer Region keine Laichtiere mehr.

Der Mensch ist eigennützig! Natürlich wollen wir Angler Aale fangen. Aus den daraus resultierenden Einnahmen (Erlaubnisscheinverkauf, Fischereiabgabe) werden aber ganz viele Projekte für den Aal finanziert. Wer ermöglicht so Besatz und Forschung? Wer kümmert sich in ganz vielen Teilen unseres Landes um diese Art? Wer ist jeden Tag an Bächen, Flüssen und Kanälen präsent und bemerkt Fehlentwicklungen? Es sind die Angler!

Vergrämt man uns nach und nach aus unseren Revieren, bleiben weder dauerhaftes Engagement noch unsere finanziellen Mittel, um etwas für die Aalbestände zu tun. Geht es dem Aalbeständen in Schleswig-Holstein ohne Angler besser? Ich glaube kaum.

Man kann über vieles reden. Höhere Schonmaße, Schonzeiten, Tagesfangbegrenzungen und vieles andere mehr. Aber wo sind denn konkrete Forderungen, Wasserkraftanlagen abzuschalten in der Zeit, in denen Aale wandern? Wo ist die Forderung, endlich die Durchgängigkeit an Fließgewässern umzusetzen? Bei uns sind zahlreiche Gewässer und Sielzüge an der Westküste gepumpt, aber gerade beim Abstieg eben nicht durchgängig. Technische Lösungen dafür kann sich jeder Interessierte in Holland anschauen. Bei uns wird er lange suchen müssen.

Es gäbe also auch genug andere Ansatzpunkte für einen weitergehenden Schutz des Aales. Aber statt hier anzusetzen, erstickt man lieber jede sinnvolle Debatte mit den Akteuren vor Ort, indem man von vornherein einfach und immer wiederkehrend stumpf komplette Fangverbote einfordert. So kommt es nicht zu einem konstruktiven Miteinander, sondern nur zu verhärteten Fronten. Ich würde mir etwas mehr vernünftigen Dialog von allen Seiten wünschen.

Peter Heldt, LSFV Präsident

Katja Philipsenburg | 29.11.2021

Stück für Stück wird das Netz barrierefreier Angelplätze in Schleswig-Holstein ausgebaut. Jetzt hat auch Friedrichstadt eine entsprechende Plattform. Gemeinsam mit Sabine Hübner, die sich beim Landessportfischerverband (LSFV) um dieses Thema kümmert, hat Uwe Pries, Vorsitzender des SFV Treene, den Bau realisiert. Unterstützung gab es dabei nicht nur von der Stadt, sondern auch durch finanzielle Beteiligungen der Aktion Mensch und der Fischereiabgabe.

Die Idee hatte der im August 2018 viel zu früh verstorbene Vorsitzende des Kreisanglerverbandes Nordfriesland, Jürgen Töllner, bereits 2014 vorgetragen. Rund zwei Jahre dauerte es, bis ein geeigneter Platz gefunden war. „Ich hätte gern einen barrierefreien Angelplatz an der Treene gesehen, aber trotz intensiver Suche gab es keine geeignete Stelle“, sagt Pries.

Gemeinsam mit Friedrichstadts Bürgermeisterin Christiane Möller-von Lübcke, Tourismusmanagerin Carolin Kühn und Zimmermeisterin Maren Meyer-Kohlus aus Tönning wurde der Bau offiziell eingeweiht. Die Bürgermeisterin dankte allen Beteiligten für die „viele Arbeit und die vielen Mühen“. Und Sabine Hübner betonte, dass die barrierefreien Plattformen, von denen es inzwischen mehr als 15 in Schleswig-Holstein gibt, nicht ausschließlich für Rollstuhlfahrer gedacht seien. Auch Menschen mit Rollator, Gehbehinderung sowie ältere Angler seien ebenso willkommen wie „jeder, der einfach nur am Geländer lehnen und Zeitung lesen möchte.“   Langfristig, so Hübner, soll ein dichtes Netz mit barrierefreien Angelmöglichkeiten entstehen, das für alle Angler – ob mit oder ohne Beeinträchtigung – ein echter Gewinn ist. Sabine Hübner hatte in der Vorbereitung des Projekts rund 400 Personen angeschrieben, um herauszufinden, welche Ansprüche an die Barrierefreiheit bestehen. Dabei ging es von verschiedenen Körperbehinderungen und Sinnesbeeinträchtigungen über psychische Diagnosen bis zu Lernschwierigkeiten. „Diese Plätze sollen definitiv für alle sein“, unterstreicht Hübner einmal mehr.

redaktion | 05.11.2021

Leider muß der FA-Lehrgang wegen eines gesundheitlichen Grundes kurzfristig abgesagt werden. Der LSFV bemüht sich um einen Ersatztermin noch in diesem Jahr. Für 2022 versuchen wir wegen des hohen Bedarfes mehr als die üblichen vier Termine organisieren zu können. Die Orte und Zeiten geben wir im Januar über die Seite „Termine“ bekannt.

redaktion | 15.10.2021

Vom 6. bis 11. September 2021 fanden die jährlichen Fischbestandserhebungen in der Elbe im Bereich Geesthacht bis stromauf von Lauenburg statt. Diese werden bereits seit 2009, im vom LSFV Schleswig-Holstein gemeinsam mit dem Anglerverband Niedersachsen und der Fischerei Panz gepachteten Elbabschnitt (Abbildung 1), durchgeführt. Ziel der regelmäßig durchgeführten Befischungen ist es, mögliche Veränderungen des Fischbestandes frühzeitig zu erkennen und zu dokumentieren. Von besonderem Interesse sind zurzeit die Entwicklung des Aalbestandes im Kontext der durchgeführten Besatzmaßnahmen, die Bestandsdynamik der beiden vorkommenden Grundelarten (Schwarzmundgrundel und Kessler-Grundel) sowie der Erhaltungszustand der vorkommenden FFH-Arten (Bitterling, Neunauge, Rapfen, Steinbeißer und Stromgründling). Weiterlesen →

redaktion | 14.10.2021

Die EU-Fischereiminister haben am 11. und 12. Oktober 2021 in Luxemburg beschlossen, dass ab 2022 nur noch täglich ein Dorsch geangelt werden darf, bei vollständiger Schonung vom 15. Januar bis 31. März. Auch gilt eine Beschränkung auf einen Lachs je Angler, Tag und Boot, wobei es sich um markierte Besatzfische mit beschnittener Fettflosse (fin-clipped) handeln muss. Weitere Informationen gibt es hier.

redaktion | 01.10.2021

Eine gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Angelfischerverbandes e.V., Landesanglerverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V., Landessportfischerverbandes Schleswig-Holstein e.V. und Deutschen Meeresanglerverbandes e.V., getragen auch vom Wassertourismus in Schleswig-Holstein e.V. ist hier veröffentlicht.

redaktion | 17.09.2021

ICES Fangempfehlungen 2022 – Ein Standpunkt

Seit gestern ist es so weit- die neuen ICES-Empfehlungen für die Fangmengen in der Ostsee sind veröffentlicht.

Seit längerer Zeit wird über die Bestände des Dorsches in der westlichen Ostsee debattiert. Fangeinschränkungen für die Berufsfischerei und die Tagesfangbegrenzungen (bag-limits) für die Angler wurden 2016 in Kraft gesetzt. Nach anfänglicher Aufregung konnten viele Angler mit den Einschränkungen leben, gilt es doch, die Bestände zu erhalten, die wir nachhaltig befischen wollen. Jetzt schlägt der ICES weitere drastische Fangmengenbeschränkungen für den Dorsch vor. Vernünftige Angler lassen immer mit sich reden, wenn es um die Tagesmaximalmenge der zu fangenden Dorsche geht. Vollständige Fangverbote stoßen allerdings auf eine breite Ablehnung. Die von den Anglerverbänden geforderte Laichschonzeit und ein höheres Schonmaß wurde seinerzeit leider nicht eingeführt. Das hätte bei rechtzeitiger Einführung sicherlich einen positiven Einfluss auf die Bestände gehabt. Diese Maßnahmen könnte man immer noch einführen. Weiterlesen →